6. Juni 2006
Besuche auf Intensivstationen sind zu sehr reglementiert. Angehörige sollten stärker in den Genesungsprozess einbezogen werden.
"In 88 Prozent der Fälle schreiben Intensivstationen streng vor, was Besucher dürfen und was nicht", sagt Dr. Angelika Zegelin von der "Stiftung Pflege" in Berlin im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Zeit und Dauer eines Besuches würden reglementiert, ebenso die Anzahl der Besucher, und Kinder unter 18 müssten meist draußen bleiben.
"Wissenschaftlich ist das nicht haltbar", stellt Zegelin klar. Die meisten Intensivpatienten bräuchten neben medizinischer Hilfe den Kontakt zu nahen Bezugspersonen. Zegelin ermuntert Angehörige ausdrücklich, mehr Rechte einzufordern und hat erfahren, dass "Drängler" tatsächlich mehr für sich und den Kranken einfordern.
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