30. Juni 2009
Bei uns ist die Zwiebel schon seit dem Mittelalter bekannt und in der Klostermedizin wusste man ihre heilkräftige Wirkung zu schätzen.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem ätherische Öle, Allicin, Asparagin, Carotin, Cholin, Essigsäure, Fumarsäure, Gerbstoff, Glykosid, Jod, Kaffeesäure, Kalziumoxalate, Lithium, Linolsäure, Lutein, Oxalsäure, Oleanolsäure, Phosphor, Rutin, Salicylate, Schwefel, Vitamine und Zink. Zur medizinischen und kulinarischen Verwendung kommt die Zwiebelknolle.
Der Zwiebel schreibt man eine natürliche antibakterielle Wirkung zu, die sie zu einem hervorragenden Mittel gegen Infektionen macht. In ihrem breiten Wirkungsspektrum wirkt sie hauptsächlich appetitanregend, auswurffördernd, abführend, antiseptisch, antirheumatisch, blutdrucksenkend, blutzuckersenkend und verdauungsfördernd. Die Zwiebel hilft bei Schwächezuständen, Stoffwechselstörungen, bei Wassersucht und rheumatischen Beschwerden, bei Blasen- und Harnwegsinfektionen, Grippe und Erkältungen und bei Verdauungsbeschwerden.
Man kann die Zwiebel roh essen, oder mit Honig und rohen Zwiebel einen Zwiebelsirup herstellen. Zwiebelsäckchen werden bei Hals- und Ohrenschmerzen aufgelegt. Hierfür schneidet man eine rohe Zwiebel in dünne Ringe, füllt diese in ein Seidensäckchen oder einen dünnen Waschhandschuh und legt sie auf die betroffenen Stellen. Man kann die Säckchen mit einem Schal oder Stirnband fixieren. Der Zwiebelsaft und Zwiebelsud wird getrunken um seine heilende Wirkung zu entfalten.
In der Homöopathie ist die Zwiebel als Alium cepa ein Mittel welches vorwiegend bei Erkältungskrankheiten eingesetzt wird, wenn die Augen tränen und die Nase trieft. In der Aromatherapie wird das ätherische Öl mit Wasser in der Duftlampe verdampft, da vertreibt die Zwiebel negative Gedanken und Trübsinn. Äußerliche Anwendung findet die Zwiebel bei Insektenstichen, oder als Auflagen und Waschungen bei schlecht heilenden Wunden.
Die Zwiebel ist aus der Küche nicht wegzudenken, sie wird sowohl als Gemüse wie auch als Gewürz verwendet. Man benutzt sie roh, gekocht, gebraten, geschmort, gedünstet und geröstet. Sie wird in Ringen geschnitten, in Streifen oder gewürfelt. Als Zwiebelkuchen, Zwiebelsuppe, Zwiebelrostbraten und Zwiebelfleisch bereichert die Zwiebel jeden Küchenplan. Sie passt zu Fleisch, Fisch und Gemüse, verfeinert Soßen und Suppen und ein Heringsbrötchen oder Tartar würde ohne rohe Zwiebel nicht schmecken. Charakteristisch ist allerdings, dass der stechende und brennende Geruch uns beim Schneiden die Tränen in die Augen treibt.
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