29. Oktober 2010
Von Viola Reinhardt
Hat das Immunsystem erst einmal einen Knacks, dann zeigt es sich für eine Vielzahl an Bakterien und Viren mehr als anfällig. Eine Erkenntnis, die bereits die Indianer wussten und zu der stärkenden Pflanze mit dem interessanten Namen Eupatorium cannabinum, der Wasserdost, griffen. Auch heute zeigt sich diese Pflanze als starker natürlicher Helfer in Sachen Immunstärkung und schneller gesundheitlichen Verbesserung bei zahlreichen Beschwerden.
Der Wasserdost erinnert durch seine Blätter etwas an die Hanfpflanze, hat allerdings mit dem eigentlichen Hanf botanisch nichts zu tun. Bis zu 3 Metern groß kann der Wasserdost werden und zeigt sich hierbei charakteristisch länglich-spitzen und rauen Blättern. Ab etwa Juli lassen sich büschelige Trugdolden in einem zarten Rosa ausmachen und zeigen damit an, dass nun die beste Zeit der Ernte ist. Hierbei wird angesichts der Ursprungswachsgebiete auch rasch der Bestandteil des Namens ersichtlich: Am besten wächst der Wasserdost an feuchten Stellen, wie etwa an einem Ufer eines Flusses oder auch in so genannten Auwäldern.
In Bezug der Gesundheit zeigt sich der Wasserdost richtig stark. So stärkt er sowohl die Immunabwehr als auch zu Linderung zahlreicher Beschwerden. Eingesetzt wird der Wasserdost zum Beispiel als Tinktur oder auch als Tee und gilt dank seiner medizinischen Inhaltsstoffe als apothekenpflichtig. Doch auch im eigenen Garten kann der Wasserdost gepflanzt und später gesammelt werden, wobei man tatsächlich aufpassen muss nicht in die Verlegenheit zu kommen, dass man Hanf anpflanzen würde, da die Ähnlichkeit tatsächlich frappierend ist.
Besonders wirksam zeigt sich der Wasserdost bei einer Abwehrschwäche, Erkältungen, Ödemen, geschwollenen Füßen, Hautausschlägen, Eierstockentzündungen, sowie bei Beschwerden der Leber, Galle, Nieren oder auch Heuschnupfen. Dank der Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze, wie etwa ätherische Öle, Eupatorin, Harz, Gerbstoffe und Bitterstoffglykosid, kann man mit dem Wasserdost sehr gut den Körper entgiften, die Niere und Blase dazu anregen vermehrt Wasser auszuscheiden oder auch die Blutreinigung zu steigern. Letzteres zeigt sich besonders auf die Leber oder auch bei Allergien als ein sehr wirksames Mittel und verhilft sehr gut zu einer Linderung bestehender Beschwerden.
Besieht man sich die Hauptwirkung des Wasserdosts wird eine Übereinstimmung mit der Wirkung des Sonnenhutes, also der Ecchinacea, unübersehbar. Als ergänzendes Mittel kann der Wasserdost bei bestehenden Beschwerden ebenso hilfreich sein wie als präventives Präparat. Am besten ist es allerdings auch vor der Einnahme eines natürlichen Präparates Rücksprache mit dem Apotheker oder dem behandelnden Arzt zu halten, damit es bei einer zusätzlichen Einnahme von klassischen Medikamenten nicht zu einer Wechselwirkung kommt und man genau das Gegenteil dessen erreicht, was man eigentlich wollte.
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