Vogelknöterich in der Natur und Heilkunde

Von vielen Menschen wird er als unliebsames Unkraut angesehen, dabei hat er heilkräftige Wirkung und kann auch als Nahrungspflanze dienen.

Merkmale, Standorte, Inhaltsstoffe und Verwendung des Vogelknöterichs als Heilmittel

Einteilung

Der Vogelknöterich heißt mit botanischem Namen Polygonum aviculare und er gehört zu der Familie der Knöterichgewächse. Umgangssprachlich nennt man ihn auch

  • Blutgarbe
  • Hansl am Weg
  • Knotengras
  • Schweinegras
  • Saukraut
  • Vogelgras
  • Wegetritt und
  • Zerrgras.

Merkmale

Die einjährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu fünfzig Zentimetern. Die Wurzel greift tief in die Erde. Der gras- oder blaugrüne, gestreifte Stängel ist stark verzweigt und kriecht die Erde entlang, selten wächst er aufrecht.

Die wechselständigen Blätter sind länglich und kurz gestielt. Die trichterförmigen Blüten stehen in den Blattachseln, sie sind rosafarben oder grünlich weiß. Aus ihnen bildet sich die nussförmige Frucht.

Standorte

Der Vogelknöterich blüht von April bis Oktober, er ist in der nördlichen Hemisphäre in Gebieten mit gemäßigtem Klima beheimatet. Bei uns findet man ihn unter anderem

  • in Gärten
  • auf Straßenpflasterfugen
  • an Wegen
  • auf Brachland
  • in Kiesgruben oder
  • auf Böschungen,

hauptsächlich aber an Wegrändern. Er bevorzugt einen

  • trockenen und nährstoffreichen Boden.

Inhaltsstoffe

Zu seinen Hauptwirkstoffen gehören unter anderem

Medizinische Verwendung

Sebastian Kneipp empfahl den Vogelknöterich bei einer Vielzahl von Leiden, er war aber auch schon im alten Griechenland als Heilkraut bekannt.

Anwendungsgebiete und Wirkung

Heisere Frau die mit Vogelknöterich behandelt wurde

Diese hochwirksamen Inhaltsstoffe machen ihn zu einem hervorragenden Hustenmittel und einer Heilpflanze gegen

Er hilft zudem bei

Der Vogelknöterich wirkt

  • entzündungshemmend
  • harntreibend und
  • zusammenziehend.

Anwendungsart

Der Vogelknöterich kann

Anwendung finden. Er ist mitunter

  • Bestandteil von einigen Blutreinigungstees;

sollte jedoch nicht ohne fachkundigen Rat und nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Seine Unbedenklichkeit ist nicht einwandfrei erwiesen.

Quellen:

  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Andrew Chevallier: Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017, ISBN 3831032327
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Verlag Eugen Ulmer, 1994, ISBN 3825218287
  • Ellen Huber: Pflanzenschätze für die Haut, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift, 2017, Band 12, Nr. 03

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