9. Mai 2009
Schon in der Klostermedizin spielte das Schöllkraut eine nicht unwichtige Rolle.
Seine Giftigkeit jedoch ist und bleibt umstritten. Es gibt Befürworter die sogar den frischen Presssaft noch für unbedenklich halten und andere Stimmen die nur eine geringe Dosierung des getrockneten Krautes empfehlen, weil sich da die Giftigkeit verliert. Dem Schöllkraut ist also mit Respekt zu begegnen denn besonders die Wurzel und der Saft sind giftig. Als Tee, der in einer gesunden Dosierung und maßvoll getrunken wird, kann sie als Arzneipflanze ihren Einsatz finden.
Zu den Hauptbestandteilen des Schöllkrautes gehören unter anderem Alkaloide, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Berberin, Coptisin, Chelidonin, Chelidoninsäure, Flavone, Glaucin, Glaukopikrin, Spartein und Sanguinarin. Seit alters her ist das Schöllkraut ein Gallen- und Lebermittel, es wirkt antibakteriell, beruhigend, hautreizend, krampflösend, schweißtreibend und schmerzstillend. Auch bei Magen-Darmproblemen, Entzündungen und Hautproblemen fand das Schöllkraut Verwendung. In der Volksmedizin benutzte man den Saft um Warzen zu heilen, die ätzende Wirkung kann aber eine allergische Reaktion hervorrufen.
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