18. Dezember 2010
Von Viola Reinhardt
Die Blüten des Viburnum opulus erinnern an einen Schneeball und so verwundert es nicht, dass diese Heckenpflanze so auch genannt wird. Zur Familie der Geissblattgewächse gehörend, lassen sich von dieser Pflanze in alten Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts nur sehr spärliche Angaben entdecken. Erst mit dem 18. Jahrhundert nehmen die Berichte und Rezepte mit dem Bestandteil des Schneeballs zu, was nicht zuletzt mit einem in Nordamerika basierenden Wissen begründet werden kann.
Giftig in reiner Form, erweist sich der gemeine Schneeball jedoch als homöopathisches Mittel fast schon als kleiner Wunderhelfer bei weiblichen Beschwerden. Empfohlen wird Viburnum, in der Gliederung von D3 bis C30, bei einer drohenden Fehlgeburt, Menstruationsbeschwerden, während einer Schwangerschaft oder auch bei den oftmals begleitenden Beschwerden in den Wechseljahren. Besonders wirksam zeigen sich die Inhaltsstoffe des gemeinen Schneeballs bei Unterleibskrämpfen zu Beginn der Menstruationsblutung und wirken folgerichtig entkrampfend auf die weiblichen Organe. Ausgangstoff für dieses homöopathische Mittel ist die Rinde der noch jungen Triebe des Heckenstrauches, die durch ein spezielles Verfahren zu einem natürlichen Heilmittel werden.
Interessant ist hierbei zu wissen, dass der Schneeball-Strauch hochgiftig ist und selbst die roten, bitteren Beeren des schnellwachsenden Strauchs von Vögeln gemieden werden. Die Blütezeit des gemeinen Schneeballs ist von Mai bis Juni. Steht solch ein Strauch bei einem selbst im Garten, dann sollte man peinlichst genau darauf achten, dass zum Beispiel Kinder keine Teile des Viburnum opulus in den Mund nehmen. Tun sie es doch, lassen die Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Magen-Darmentzündungen nicht lange auf sich warten. Nachweisbar wird übrigens solch eine Vergiftung anhand von Blut- oder Urinuntersuchungen, da die schädlichen Inhaltsstoffe sich dort ablagern. Tödliche Vergiftungen sind zwar bekannt, jedoch eher durch die Beeren des Strauchs, die gerade in Russland oder Kanada als eine Art Preiselbeeren-Ersatz gegessen werden.
Wie bereits erwähnt hat der gemeine Schneeball einen starken Bezug zu den weiblichen Geschlechtsorganen und wird folglich als Viburnum D3 zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Hinsichtlich der Dosierung sollte man sich jedoch vertrauensvoll an seinen homöopathischen Arzt oder einen Homöopathen selbst wenden, denn eine Eigenmedikation ist nicht zu empfehlen.
Dieser Bericht über den Gemeinen Schneeball ist reiner Unsinn und dient nur dazu, den Leuten unnötige Angst einzujagen.
Wenn der Schnee...
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