25. November 2009
Von Viola Reinhardt
Als eine der wichtigsten Arzneipflanzen gilt der Schlafmohn, der seinen Ursprung in Westasien oder auch dem westlichen Mittelmeergebiet hat und vermutlich schon in der Steinzeit in Europa kultiviert wurde.
Rund 600 Mohngewächse gibt es, die in der Natur nicht nur strahlend schön mit ihren Farben sind, sondern vor allem auch sehr widerstandsfähig, da sie auf Äcker und Wiesen ebenso wachsen können als auch auf Schutt. Die Samen der Droge können wunderbar in der Ernährung mit eingebaut werden und so einen besonderen Gesundheitsfaktor darstellen.
Mohnsamen sind richtige kleine Powerpakete, was sehr deutlich wird, wenn man sich einmal die Inhaltsstoffe etwas näher betrachtet. Rund 40 bis 50% fettes Öl, das mit 60% Linolsäure, 30% Ölsäure und 3% wertvolle dreifach ungesättigte Linolensäure sorgen im menschlichen Organismus für gesunde Adern, zumal die gesättigten Fettsäuren unter zehn Prozent liegen, die sich für den Menschen bekanntlich bei einem Zuviel eher negativ auswirken können.
In der Ernährung kann man die Mohnsamen unter anderem für Süßigkeiten und Dessert ebenso verwenden als auch beim Backen von Brot, Brötchen und Kuchen oder süßen Stückchen. Allerdings sollte man Säuglingen und Kleinkindern keine Lebensmittel mit Mohnsamen geben, da es bei der maschinellen Ernte durchaus dazu kommen kann, dass die einen oder anderen verunreinigten Samen sich verirren und beim Anritzen der unreifen Samen der austretende Milchsaft verdickt, was sich schlussendlich als Opium erweist.
Dieses Opium übrigens macht die Mohnpflanze medizinisch so wertvoll, da sie unter anderem Schmerzen und chronische Durchfälle lindern kann. Ratsam ist es jedoch sich von seinem Arzt oder Heilpraktiker beraten zu lassen, ob der Mohn und eine Opiumtinktur bei den eigenen Beschwerden oder Erkrankungen zur Anwendung gelangen können. Nähere Informationen erhält man zudem auch in Apotheken, da es sich bekanntermaßen um eine medizinische Droge handelt.
Diese wird übrigens für medizinische Zwecke hauptsächlich in der Türkei und Indien, sowie einige wenige andere Länder angebaut und mit rund 2000 Tonnen jährlich weltweit exportiert. Da sich mit dem Schlafmohn eine Herionsynthese herstellen lässt, bedarf es eines privaten Anbaus in Deutschland die Genehmigung der Bundesopiumstelle. Unterlässt man den Antrag hierzu, kann man sehr schnell unter den Verdacht gelangen, hier einen illegalen Drogenanbau zu betreiben.
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