7. Mai 2009
Salbei war bereits den alten Ägyptern bekannt, die nordamerikanischen Indianer benutzen ihn als Räucherwerk, um das Schlechte zu vertreiben. Schon im Altertum wurde er zu Heilzwecken benutzt und in der Klostermedizin war der Salbei eine wichtige Arzneipflanze.
Zur medizinischen Verwendung kommen die Blätter und die Triebe, zu den Hauptbestandteilen des Salbeis gehören unter anderem Asparagin, ätherisches Öl, Borneol, Betulin, Bitterstoff, Carnosinsäure, Fumarsäure, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Phytoöstrogene, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Salviol, Salven, Terpineol, Zink und Vitamine. Diese hochwirksamen Inhaltstoffe lassen auf sein breites Wirkungsspektrum schließen. Salbei wirkt antiseptisch, kräftigend, Sedativ, appetitanregend, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend, magenstärkend, blutdrucksteigernd, menstruationsfördernd, wundheilend, zusammenziehend und milchhemmend. Salbei reguliert jede Drüsentätigkeit, steigert die Abwehrkräfte, er hilft bei Schwächezuständen, lindert Nervosität, Asthma, Bronchitis und Grippe. Salbei kann bei Infektionskrankheiten, schlecht heilenden Wunden und Lymphstau helfen. Äußere Anwendung findet Salbei als Gurgelmittel im Mund und Rachenraum bei Entzündungen. Kompressen helfen bei schlecht heilenden Wunden und entzündeter Haut. In der Aromatherapie wird Salbeiöl mit Wasser in einer Duftlampe verdampft, hier desinfiziert es Wohnräume und will Kraft spenden. Der Salbei findet auch in homöopathischer Zubereitung Verwendung. Er kann fast als Allheilmittel bezeichnet werden. In der Regel wird Salbei als Teezubereitung getrunken, da hat er seinen typischen herben und aromatischen Geschmack.
Damit ist das Einsatzgebiet des Salbeis noch nicht erschöpft, denn auch in der Küche findet er Verwendung. Salbeibonbons schmecken nicht nur lecker, sie sind besonders bei Halsscherzen sehr wohltuend und beliebt.
Salbei passt zu Fleisch- und Fischgerichten, zu Wild und Geflügel und zu Kräuterquark, er kann auch gut getrocknet verwendet werden. Aus der mediterranen Küche ist der Salbei nicht wegzudenken. Er fördert die Bekömmlichkeit von fetten Speisen. Die Kosmetikindustrie verwendet den Salbei zum aromatisieren. Salbei findet man in Zahncremes, in Seifen und in Pflegeserien.
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