23. April 2009
Von Viola Reinhardt
Im April gibt es nun den ersten Rhabarber aus der Freilandaufzucht und auch im eigenen Garten lässt sich nun diese tolle, leicht säuerliche Frucht schon ernten. Vielseitig verwendbar, enthält der Rhabarber eine Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen, die besonders in der Frühlingszeit für Power und Top-Abwehrkräfte sorgen.

Rheum rhabarberum, wie der Gemeine Rhabarber heißt, wird schon seit langer Zeit sowohl in der Küche als auch in der Medizin eingesetzt und überzeugt mit vielen Wirk- und Nährstoffen. So enthalten die säuerlichen Stangen Kohlenhydrate, Proteine, Vitamin K und Mineralstoffe, sowie Spurenelemente, dagegen nur Ansatzweise Fett und bis zu 93% Wasser. Ein absoluter Schlankmacher, der Rhabarber, weshalb man hier ohne Hemmungen zugreifen kann.
Besonders toll ist der Saft, den man aus dieser Gemüseart gewinnen kann. Im Schnellkochtopf (3,5kg Rhabarber und 350g Zucker) oder auch ganz einfach in einem großen Topf (2,5kg Rhabarber und 200g Zucker) gekocht und anschließend entsaftet, lässt sich ein Kalium- und Kalziumreicher Saft herstellen, den man dann wiederum super zum Mixen unterschiedlicher Getränke verwenden kann.
Besonders spritzig wird der Durstlöscher mit Mineralwasser oder Gingerale, doch auch in einem Cocktail verleiht dieser Gemüsesaft, der mehr an eine Frucht erinnert, den besonderen Frisch- und Geschmackskick. Crusheis, Rhabarbersaft und Wodka oder auch mit etwas mehr Raffinesse mit Rhabarbersaft, Orangenlikör und Himbeerpüree und Crusheis, kann man mit derartigen Cocktails auf der nächsten Gartenparty seine Gäste mit einem Schuss Gesundheit begrüßen. Oder doch lieber eine Rhabarberbowle mit Weißwein, Sekt und Melisseblättchen? Wer die Getränkewahl hat, hat die Qual.
Wer lieber den Rhabarber als Marmelade möchte, kann diesen mit Zucker einkochen und mit Erdbeeren und Minze für einen Extra-Geschmack sorgen. Auch als Kompott zu Eis oder Pfannkuchen bringt man mit den Stangen ein gesundes Plus auf den Tisch, dem selbst Gemüsefeindliche Kinder kaum widerstehen können. Rhabarberkuchen hat hierbei den gleichen Effekt und wird mit einem Kleckssahne zu einer wahren Delikatesse.
Für alle Rhabarberliebhaber gilt jedoch: Erntezeit ist nur bis Mitte Juni. Doch bis dahin bleibt viel Zeit, um sich durch die Rhabarberküche zu bringen und so manche frische Leckerei auf den Tisch und ins Glas zu zaubern. Und wenn mal jemand sagt "Rhabarber, Rhabarber", dann sollt man weghören, denn das gilt als ein Ausdruck für ein sinnloses Gerede.
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