Rettich in der Natur, Heilkunde, Küche und alten Klostermedizin

Frischer weißer Rettich auf weißem Hintergrund

Merkmale, Arten, Standorte und Verwendung des Rettichs als Heilmittel und in der Küche

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  • von Paradisi-Redaktion

Rettich gehört zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen. Er ist schon seit ewigen Zeiten als Nahrungsmittel bekannt.

Der botanische Name Raphanus bezeichnet den Rettich und dieser gehört zu der Familie der Kreuzblütengewächse. Umgangssprachlich nennt man ihn auch

  • Radi
  • Bierwurz
  • Bierrettich
  • Furzwurzel und
  • Retwurzel.

Arten

Es gibt mehrere Arten, die meisten sind im Mittelmeerraum beheimatet. Die drei Hauptarten sind

  • Raphanus confusus
  • Acker-Rettich und
  • Garten-Rettich,

von denen es wiederum Untertypen gibt. Dazu zählen:

  • Strand-Rettich
  • Rattenschwanz-Rettich und
  • Ölrettich.

Merkmale und Standorte

Die krautigen Pflanzen können ein- oder mehrjährig sein, die Laubblätter sind leierförmig und fiederteilig und sehr rau. Einige Arten der Rettiche bilden unterirdische Rüben, die Pfahlwurzeln, welche borstig behaart sind. Diese sind

  • weiß
  • rot
  • rosafarben oder
  • schwarz

und gelten als der eigentliche Rettich.

Die traubigen Blütenstände mit weißen, gelben oder violetten Blüten bilden sich im Sommer meist nach der Reife der Wurzel. Anschließend erscheinen die Schoten, in denen die Samen enthalten sind. Der anspruchslose Rettich gedeiht am besten

  • auf einem leicht feuchten Boden und
  • einem sonnigen Standort.

Inhaltsstoffe

Der Rettich enthält

zu seinen Hauptbestandteilen gehören auch

ein schwefelhaltiges Öl, sowie

  • Senfölglykoside und
  • Bitterstoffe.

Medizinische Verwendung

Schon im Altertum wusste man um die heilkräftige Wirkung des Rettichs. Er findet Erwähnung bei Hildegard von Bingen und war Bestandteil der Klostermedizin.

Wirkung und Anwendungsart

Rettichknolle in der Küche
Wirkt antibiotisch, krampflösend und schleimlösend

Man spricht dem Rettich

  • eine antibiotische Wirkung

zu, er wirkt

  • galletreibend und
  • schleimlösend.

Des Weiteren hat er eine

  • adstringierende
  • blutreinigende
  • entwässernde
  • harntreibende und
  • krampflösende

Wirkung. Man genießt den Rettich frisch oder wendet kurativ den Rettichsaft an. Die Blätter finden

Verwendung und man setzt einen so genannten

  • Rettichsirup

an.

Anwendungsgebiete

Rettich hilft bei

Er regt den Stoffwechsel an, wirkt entgiftend und entschlackend, stärkt die Abwehr und regt die Verdauung an.

Verwendung in der Küche

Der Rettich wird im Frühling, Sommer oder Herbst geerntet und unterscheidet sich in seiner Schärfe. Die scharfe Wurzel mit dem charakteristischen, würzigen Geschmack findet in der Küche vielseitige Verwendung. Man schneidet ihn in dünne Scheiben, die leicht gesalzen werden und genießt ihn

  • als Beilage.

Ein

  • Rettichsalat

wird oft mit Sahne verfeinert, welche die Schärfe mildert und für eine bessere Verwertbarkeit sorgt. Für einen Rettichsalat wird der Rettich gehobelt oder geraspelt. Rettich wird in unseren Breitengraden fast ausschließlich roh gegessen,

  • in einigen orientalischen Ländern entsorgt man die Wurzel und genießt die Blätter.

In asiatischen Ländern wird er

Menschen mit empfindlichen Magen allerdings sollten auf Rettich verzichten, da er schwer verdaulich ist.

Grundinformationen zum Rettich

  • Rettich in der Natur, Heilkunde, Küche und alten Klostermedizin

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: radish © Olga Shelego - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: radish © dinostock - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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