21. April 2009
Die gute alte Tasse Pfefferminztee ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Schon seit alters her findet die Pfefferminze Anwendung als Heil- und Gewürzpflanze.
Am bekanntesten ist ihre Anwendung bei Übelkeit und Erbrechen, da hat sie eine leicht betäubende Wirkung auf die Magenschleimhaut und lindert die unangenehmen Symptome. Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören Menthol, Cineol, Jasmon, Limonen, Cadinen, Sabinen, Menthofuran und Phellandren. Medizinisch verwendet man die Blätter und das daraus gewonnene ätherische Öl. Pfefferminze wirkt gegen Blähungen, entzündungshemmend, Gallefluss anregend, magenstärkend, krampflösend, schmerzlindernd, menstruationsfördernd und zusammenziehend. Pfefferminze findet Anwendung bei Verdauungsbeschwerden, Magen- und Darmbeschwerden, Gallen- und Leberbeschwerden, bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Erkältungskrankheiten. Äußere Anwendung findet sie bei Erkältungskrankheiten durch Inhalation und bei Kopfschmerzen und Migräne als Einreibung. In der klassischen Homöopathie ist die Pfefferminze zum einen ein großes Mittel, zum anderen ein Antidot, das heißt, dass Pfefferminze die Information von anderen Mitteln löscht. Deshalb darf man während einer homöopathischen Behandlung keinen Pfefferminztee trinken, keine Pfefferminzbonbons lutschen und auch keine pfefferminzhaltige Zahnpasta benutzen. In der Aromatherapie wird Pfefferminzöl in der Duftlampe mit Wasser verdampft, da hat es eine frische Wirkung, vertreibt dunkle Wolken und sorgt für eine klare Sicht.
Viele Lebensmittel wie Bonbons und Kaugummis werden mit Pfefferminzöl aromatisiert. Oft werden Pfefferminzbonbons genommen um den Atem zu erfrischen. In der Küche gibt es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten für Pfefferminze. So ist sie Bestandteil von einigen Cocktailrezepten, sie passt zu Salaten, zu pikanten Dips und kalten und warmen Soßen und zu Longdrinks. Was wäre der berühmte englische Lammbraten ohne die legendäre Pfefferminzsoße? In der Kosmetikindustrie findet man Pfefferminze hauptsächlich in Zahnpasta und Mundwasser, aber auch etlichen anderen Produkten verleiht die Pfefferminze eine erfrischende Note. Pfefferminzöl ist auch Bestandteil von Salben die am Bauch eingerieben blähungswidrig wirken, oder Salben die gegen Erkältungskrankheiten helfen. Pfefferminze wird als Kräuterzusatz bei Dampfbädern verwendet, Minze wirkt generell erfrischend und aktivierend.
Pfefferminzöl darf nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwendet werden und auch von einem Dauergebrauch dieser Droge ist abzusehen. Bei einer Überdosierung kann es zu Entzündungen im Verdauungstrakt kommen, auch kann Pfefferminzöl zu Hautreizungen führen.
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