Umdenken beim Orangensaft: der Saft ist gesünder als die Frucht

Der Organismus kann die gesunden Inhaltsstoffe der Orange in Saftform viel besser verwerten

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  • von Paradisi-Redaktion
Teller mit frischen Orangen, im Hintergrund hält Frau Glas mit Orangensaft in die Kamera

Die Orange ist sehr gesund, denn in ihr warten viele Nährstoffe. Beim Verzehr profitiert der Körper unter anderem von Vitamin C, aber auch von Flavonoiden und Carotinoiden. Damit sinkt das Krebsrisiko und die Gefahr für Gefäßleiden geht zurück. Allerdings stellt sich die Frage, wie man die Orange am besten zu sich nimmt. Soll es die Frucht im Ganzen sein, oder kann man auch Orangensaft trinken und erzielt die gleiche Wirkung?

Orangensaft oder ganze Frucht?

In den letzten Jahren herrschte die Meinung vor, dass Orangensaft niemals so gut sein kann wie die Frucht an sich. In manchen britischen Kindergärten wurde Orangensaft deshalb sogar verboten. Doch eine aktuelle Studie stellt die Sachlage auf den Kopf. Demnach ist der Saft nicht nur ebenfalls gesund, sondern sogar besser als die Orange an sich.

Dieses Ergebnis stammt aus Laborexperimenten, in denen analysiert wurde, wie die Inhaltsstoffe der Frucht bei der Saftherstellung verändert werden. Die Wissenschaftler mussten zwar feststellen, dass der Gehalt an Vitamin C und Carotinoiden im Vergleich zur festen Frucht leicht zurückging, dabei passierte jedoch etwas interessantes: die noch übrigen Inhaltsstoffe wurden viel besser freigesetzt und werden entsprechend beim Trinken auch vom Körper effektiver aufgenommen.

Bessere Verwertung

Der Carotinoide-Gehalt stieg von elf auf 28 Prozent, wenn die Forscher einen Frischsaft herstellten und sogar auf 40 Prozent bei pasteurisierten Saft. Mit andern Worten enthält der Sanft etwas weniger, dieses Weniger kann der Organismus aber viel besser verwerten. Ermittelt wurde dies durch ein Modell des menschlichen Verdauungstraktes. Die Aufnahme konnte so im Detail nachgestellt werden. Die Forscher sahen die Stoffaufnahme

Nicht überzeugt hat die Wissenschaftler dagegen Orangennektar. Da hier 50 Prozent der Flüssigkeit aus Orangen und 50 Prozent aus Zuckerwasser besteht, gewinnt der Körper nur die Hälfte an wertvollen Orangenstoffen.

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