29. Oktober 2009
Der Odermennig gehört nicht zu den populärsten Heilpflanzen, aber Kenner schätzen ihn und vertrauen seiner Heilwirkung.
Zur medizinischen Verwendung kommt das vor oder während der Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut. Aus diesem wird ein Tee überbrüht, man kann ihn trinken und bei Entzündungen im Mund- Hals- und Rachenraum auch mit ihm gurgeln. Der Name "Sängertee" gibt schon den Hinweis, dass Sänger und Redner den Odermennigtee sehr schätzen, da er sich günstig auf die Stimmbänder auswirkt. Odermennig ist auch Bestandteil von verschiedenen Teemischungen. Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, Pflanzensäure und Triterpene. Diese sind für seine adstringierende und keimhemmende Wirkung verantwortlich. Sein Hauptwirkungsbereich sind Erkrankungen des Verdauungssystems und der Harnwege. Er hilft bei Appetitlosigkeit, Durchfall, Magen- Darmproblemen, Blasenleiden, Kehlkopf- und Rachenentzündungen, Stimmbandreizung und Entzündungen im Mundraum. Äußerlich kann man den Tee mit Kompressen anwenden, wo er leichte und oberflächliche Entzündungen der Haut lindern kann, auch Umschläge mit dem abgeseihten Kraut werden gemacht. In einigen Fertigarzneien ist der Odermennig Bestandteil.
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