3. Juni 2011
Mönchspfeffer ist ein winterharter Strauch, dessen kleine Früchte auf den ersten Blick an Pfefferkörner erinnern. In getrocknetem Zustand werden sie gemahlen und schmecken dann auch pfefferähnlich. Einzug gehalten in die europäische Pflanzenheilkunde hat dieser Busch bereits im Mittelalter.
Beim Übersetzen alter Schriften entdeckten Klosterbrüder, dass bereits im Griechenland der Antike diese Pflanze der treuen Ehe gewidmet war. Anscheinend, so glaubten sie, fördert der Mönchspfeffer die Keuschheit. Das führte dazu, dass in beinahe jedem Klostergarten eine Ecke für den Mönchspfeffer reserviert war. Schließlich galt es sowohl Mönche, wie auch Nonnen zuverlässig auf dem Pfad der Tugend zu wissen. Ob die Pflanze für diesen Zweck tatsächlich geholfen hat, weiß man heutzutage nicht mehr. Was man jedoch inzwischen herausgefunden hat, ist die Tatsache, dass Mönchspfeffer in kleinen Dosen aphrodisierend wirkt. Man kann also nur hoffen, dass die Klosterleute immer genug dieses Mittels genossen haben.
In der Heilkunde ist der Mönchspfeffer als besonderes Frauen-Heilkraut bekannt. Er vermindert Menstruationschmerzen und reguliert einen unregelmäßigen Zyklus. Außerdem lindert er Wechseljahrsbeschwerden. Da wissenschaftlich bewiesen ist, dass er die Ausschüttung von Prolatin vermindert und zudem ausgleichend auf den Gelbkörperspiegel wirkt, ist er ein natürliches Mittel, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Man kann Mönchspfeffer heute standardisiert als Kapseln oder Tabletten bekommen. Auch Tees oder Tropfen sind in Apotheken erhältlich. Zur Sicherheit sollte man bei einer Anwendung stets mit dem Arzt Rücksprache halten.
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27.05.12 | |
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