14. August 2009
Schon in dem Altertum war die Malve eine bekannte und geschätzte Heilpflanze, immer wieder fand sie im Laufe der Geschichte Erwähnung.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören Flavonoide, Gerbstoffe und Schleimstoffe. Malve lindert Reizungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, da sie hustenreizlindernd und schleimlösend wirkt. Sie beruhigt die Magen- und Darmschleimhäute, hilft bei Kehlkopfentzündungen und Entzündungen der Stimmbänder und besitzt eine leicht adstringierende Wirkung. Malven sollten als Tee zubereitet werden, manche empfehlen einen Kaltauszug, aber der Tee wird auch überbrüht und soll die Gefäße schützen. Malventee ist lose und im Filterbeutel erhältlich. Äußerlich kann die Malve in Form von Breiumschlägen und Kompressen zur Anwendung kommen, wo sie Entzündungen vorbeugt und für eine schnellere Heilung sorgt. In der anthroposophischen Medizin findet Malvenöl aus reinen Ölauszügen Verwendung und will hauptsächlich bei Erschöpfung und in der Rekonvaleszenz helfen. Naturkosmetikhersteller bieten eine Malven-Pflegemilch an; außerdem gibt es Malven-Haarpflege. Als Badezusatz hilft Malve bei angespannter und irritierter Haut. Malven sind Bestandteil von vielen Früchteteemischungen und Hustentees. Die frischen Blüten eignen sich vorzüglich, um Speisen zu dekorieren und getrocknete Malvenblüten sind oft Bestandteil von Duftpotpourris. In der Lebensmittelindustrie werden die Blüten als Färbemittel eingesetzt. Junge Malvenblätter eignen sich als Zutat für einen Wildkräutersalat. In manchen arabischen Ländern wird aus den Malvenblättern eine landestypische und delikate Suppe gekocht. In Ägypten wird der berühmte "Karkadeh", ein Malventee, zubereitet.
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