28. Mai 2009
Schon den Griechen und den Römern war Liebstöckel als Würz- und Heilmittel bekannt.
Zur Verwendung kommen die Wurzel, das Kraut und die Samen, die hauptsächlichen Inhaltsstoffe sind Bergapten, Carvacrol, Isovaleriansäure, Ligustilid, Terpen und Terpineol. Liebstöckel wirkt appetitanregend, auswurffördernd, blähungstreibend, blutreinigend und verdauungsfördernd. Anwendung findet Liebstöckel vorrangig bei Blasen- und Nierenleiden, Gicht, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden und rheumatischen Beschwerden. Äußere Anwendung findet Liebstöckel in Rheumabädern. Das ätherische Öl welches aus dem Liebstöckel gewonnen wird findet Verwendung in der Aromatherapie, da hat das Liebstöckelöl eine stark beruhigende Wirkung.
In der Küche finden vorwiegend die Blätter als Gewürz Verwendung, vorzüglich lassen sich damit deftige Suppen, Soßen, pikante Pasteten und Kräuterquark verfeinern. Das geschmackintensive Kraut wird in der salzarmen Küche als Salzersatz verwendet. Durch den kräftig-würzigen Geschmack und der Geschmacksintensität sollte behutsam mit Liebstöckel gewürzt werden. Liebstöckel lässt sich auch vorzüglich trocknen und bewahrt einen Großteil des herzhaften Aromas.
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