26. Oktober 2009
Die Königskerze ist schon seit dem Altertum eine bekannte und bewährte Arzneipflanze, sie findet Erwähnung bei Hippokrates, Paracelsus und bei Hildegard von Bingen, sowie in der Klostermedizin.
Zur Verwendung kommen vor allem die getrockneten Blüten, die im Juli und August gesammelt werden. Zu den Hauptbestandteilen gehören ätherische Öle, Flavone, Saponine und Schleim. Vorrangig wird die Königskerze als Hustenmittel eingesetzt, wo sie als Einzelmittel in Teeform getrunken wird, oder sie ist Bestandteil von Hustenteemischungen. Sie wirkt auswurffördernd, beruhigend, reizmildernd und lindert den Hustenreiz, damit hilft sie bei Bronchitis, Entzündungen der oberen Atemwege, Husten, Ohrenschmerzen, Sinusitis und Reizhusten. In der Apotheke erhält man sie als Verbasci flos. Als Ölauszug ist sie ein Einreibemittel und hilft bei Schmerzen und bei der Wundheilung. Eine verdünnte Tinktur will bei Magen-Darm-Problemen helfen. In der klassischen Homöopathie wird sie homöopathisch aufbereitet eingesetzt. An Maria Himmelfahrt wird in Bayern traditionell ein Kräuterbuschen gebunden, der in der Kirche geweiht wird, da bildet die Königskerze den Mittelpunkt. Früher tauchte man ihren Stängel in Harz oder Pech und benutze ihn als lang brennende Fackel. In der Kosmetik ist sie Bestandteil von Feuchtigkeitscremes, Nährcremes und von Pflegeserien.
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