20. April 2009
In den deutschen Küchen wurde zu Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts selten mit Knoblauch gekocht. Er war mehr in der osteuropäischen Küche zu Hause, aber spätestens mit Einzug der mediterranen Gerichte fand er auch bei uns einen festen Platz. In der Klostermedizin allerdings war er schon lange bekannt.
Die im Knoblauch enthaltenen Schwefelverbindungen verursachen den unerwünschten Knoblauchgeruch während des Verdauungsprozesses. Zahlreiche Hausmittelchen wollen dem entgegenwirken mit mehr oder weniger großem Erfolg. Der charakteristische und unangenehme Geruch wird hauptsächlich über die Atemluft abgegeben. Das kann aber seine Liebhaber nicht abschrecken und sein unverwechselbarer, herzhafter Genuss macht die unliebsame Nebenwirkung wett. Knoblauch findet sowohl in der warmen Küche Verwendung, als auch in Form von Rohkost. Roh wird er in Dips gepresst oder ist eine herzhafte Zutat für Salate, belegte Brote und selbst gemachte Brotaufstriche. In der asiatischen und mediterranen Küche ist er eine Grundlage für den speziellen Geschmack und die unverwechselbare Note. Für Knoblauch-Fans gibt es im Sommer in Darmstadt ein Knoblauchfest, da werden alle angebotenen Speisen, ob Eis, Kuchen, Wein oder Likör mit Knoblauch angereichert. Auch der Aberglaube wurde durch den Knoblauch beflügelt, da sollte er Dämonen und Geister abwehren und gar Vampire vertreiben.
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