2. April 2009
Schon Uroma schlürfte ihren Kamillentee und nutzte seine heilkräftige Wirkung, um ihre Beschwerden zu lindern, auch heute gibt es kaum einen Küchenschrank, in dem der Kräutertee fehlt.
Die Kamille ist eine sehr alte und bewährte Heilpflanze und wird hauptsächlich bei Magen-Darmbeschwerden eingesetzt. Gesammelt werden die Blüten von Mai bis Juli, sie sollten bei strahlender Sonne geerntet werden. Zu ihren Hauptbestandteilen gehören ätherisches Öl, Apiin, Azulen, Bitterstoffe, Borneol, Chamazulen, Cumarin, Farnesol, Flavone, Gerbsäure, Gerbstoff, Harz, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure und Schwefel. Die hochwirksamen Inhaltsstoffe sorgen für mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten. So wirkt die Kamille austrocknend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, blutbildend, entzündungshemmend, fiebersenkend, Gallenfluss fördernd, harntreibend, Kamille hilft bei Husten und als Gurgelmittel bei Heiserkeit, sie ist krampflösend, stärkend, schmerzstillend, wundheilend und verdauungsfördernd. Die Kamille wird sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet.
Zur inneren Anwendung wird der Kamillentee kurativ getrunken, solange die Beschwerden bestehen. Äußerlich verwendet man eine Tinktur, Salben oder Kompressen, Kamille kann die Haut aber auch reizen und stark austrocknen. Gesichtsdampfbäder mit Kamillenblüten helfen bei Nebenhöhlenentzündungen und können das Hautbild verbessern. Kompressen werden auf entzündete Wunden aufgelegt und Kamille kommt in Sitzbädern zur Anwendung. Bei Nagelbettentzündungen kann man einen Aufguss mit Kamillenblüten für Fuß- und Handbäder machen.
In der klassischen Homöopathie ist Chamomilla ein großes Arzneimittelbild mit einem breiten Wirkungsspektrum, da will es hauptsächlich unerträgliche Schmerzen heilen und der Chamomilla Patient ist, als Leitsymptom, mürrisch und reizbar. In der Aromatherapie, wo das ätherische Öl verdampft wird, erfährt man Milderung und Harmonie. Unzufriedenheit, Ärger und Schmerz lösen sich auf, Gereiztheit verschwindet. Die Kamille ist nicht nur eine Wunderheilerin, durch ihre pflegenden und vitalisierenden Eigenschaften ist sie in vielen Kosmetikprodukten enthalten, Kamillenshampoo etwa will strapaziertes Haar regenerieren, sie ist eine Zutat für viele Teemischungen und Bestandteil der Naturarznei Kamillosan.
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26.12.11 | |
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