Hagebutte in der Natur, Heilkunde und Küche

Rosafarbene geöffnete Hagebuttenblüte mit Blättern vor weißem Hintergrund

Merkmale und Standorte sowie Verwendung der Hagebutte als Heilmittel und Lebensmittel

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

"Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm; es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um." Fast jeder kennt das Kinderlied, welches die Hagebutte so liebevoll beschreibt. Die Hagebutte beeindruckt nicht nur durch ihre schönen Blüten, sondern ihre Früchte sind äußerst wohlschmeckend und auch besonders nahrhaft.

Die Hagebutte ist die Frucht eines Wildrosenstrauches; man nennt ihn auch Heckenrose, Apfelrose, Zaunrose oder Weinrose. Bei der Frucht handelt es sich eigentlich um eine Scheinfrucht. Die Hagebutte kennt man volkstümlich auch unter den Namen

  • Hägen
  • Hiefe
  • Rosenäpfel oder
  • Hiven.

Der Strauch gehört zu der Familie der Rosengewächse und hat den botanischen Namen Rosa canina.

Merkmale

Der Strauch kann bis zu 3 Meter groß werden. Im Sommer bilden sich zahlreiche zarte weiße und rosafarbene Blüten, die 5 Blütenblätter besitzen. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Im Herbst reifen die leuchtend roten Früchte, die so genannten Hagebutten, heran. Steinharte Schließfrüchte, die Nüsschen, reifen im Inneren der Hagebutte, oft werden diese irrtümlich als Samen bezeichnet.

Kinder kennen den Juckreiz, den die Borsten im Inneren der Hagebutte mit ihren feinen Widerhaken auslösen können und so ist es ein beliebtes Juckpulver und sorgt für Jux und Tollerei.

Standorte

Die Hagebutte ist in

zu Hause. Bei uns ist sie meist wild wachsend, wo sie

  • Gebüsche und
  • Böschungen,

aber auch

  • Waldränder

bevorzugt. Manchmal wird sie kultiviert, weil sie ein Blickfang für jeden Garten ist; zudem ist sie eine relativ anspruchslose Pflanze und pflegeleicht. Sie bevorzugt

  • einen lehmigen Boden.

Medizinische Verwendung

Die Hagebutte hat in der Naturheilkunde eine lange Tradition und sie war schon im Mittelalter als Heilpflanze bekannt.

Wirkung und Anwendungsgebiete

Hagebutte
Die Hagebutte stärkt das Immunsystem durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt

Wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes hilft die Hagebutte bei

  • Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen.

Sie

  • stärkt das Immunsystem und die körpereigene Abwehr.

Man setzt sie bei

ein und schreibt ihr einen leicht

senkenden Effekt zu. Sie soll zudem

  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend und
  • leicht harntreibend

wirken. Hagebutte

  • unterstützt die Blutbildung

und hilft bei

Des Weiteren zählen

zu den Anwendungsgebieten.

Anwendungsart

Neben dem

sind auch

  • konzentrierte Hagebutten-Kapseln

im Handel erhältlich. In der Homöopathie ist sie ein Mittel und bei der Bachblütentherapie ist "Wild Rose" eine der Blüten.

Man kann zudem aus der Hagebutte

  • einen Aufguss und
  • ein Mus

herstellen. Auch eine

  • Hagebuttenmarmelade

ist sehr beliebt; diese regt den Appetit an.

Die Hagebutten werden im Spätherbst geerntet. Sie sind leicht süßsauer und reich an Spurenelementen und Vitaminen, ganz besonders an Vitamin C, sowie anderen wichtigen Inhaltsstoffen. Beachtenswert ist, dass das Vitamin C durch das Kochen nicht zerstört wird; somit ist die Hagebutte gerade in der Winterzeit ein zuverlässiger Vitaminlieferant.

Zubereitungsmöglichkeiten

Hagebuttentee aufgebrüht
Hagebuttentee im Winter zum Aufwärmen

Neben dem bekannten

  • Hagebuttentee,

der aus den Schalen der getrockneten Früchte zubereitet wird, kennt man vielerorts auch die

  • Hagebuttenmarmelade.
  • Hagebuttenmus und
  • Hagebuttenmark

sind die Grundlage für viele interessante Hagebutten-Rezepte, wie zum Beispiel

  • eine Hagebuttensuppe,

die in Schweden als süße Vorspeise oder als Dessert gegessen wird. Die Hagebutten lassen sich auch

  • roh verzehren;

zuvor muss man die Nüsschen entfernen. Es gibt außerdem einen leckeren

  • Hagebuttenlikör
  • Hagebuttenwein und
  • ein Hagebuttenilexier.

Grundinformationen zur Hagebutte

  • Hagebutte in der Natur, Heilkunde und Küche

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Dog rose © Richard Griffin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: hagebutte © Annett Goebel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: teatime 3 © emmi - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema