Ginseng in der Natur und Heilkunde

Er hat den Ruf ein Allheilmittel zu sein, in der traditionellen chinesischen Medizin findet er seit alters her Verwendung. Doch nicht nur in der asiatischen Heilkunst ist er eine wichtige und anerkannte Arzneipflanze. In der asiatischen Heilkunst sieht man im Ginseng das Symbol für Gesundheit und ein langes Leben. Er bringt Vitalität und ist eine wirksame Medizin.

Merkmale, Arten und Standorte sowie Verwendung des Ginsengs als Heilmittel und Kosmetikum

Der Ginseng gehört zu der Familie der Araliengewächse und heißt mit botanischem Namen Panax Ginseng. Man kennt ihn auch unter den Namen

  • Samwurzel oder
  • Kraftwurz.

Merkmale

Der Ginseng hat lange gestielte und fünfzählige Blätter, deren Ränder gezahnt sind, sie sitzen an einem kahlen Stängel. Seine Wuchshöhe beträgt bis zu 80 cm, die kleinen ganz blassgrünen Blüten wachsen doldenartig auf einem langen Stiel im Blattwinkel und bilden kräftig rote und glänzende Beeren.

Die rübenähnliche Wurzel bezeichnet man dann als Ginsengwurzel; es gibt eine pfahlförmige Hauptwurzel, die dann Nebenwurzeln bildet. Einige verwandte und ähnliche Pflanzen werden ebenfalls als Ginseng bezeichnet.

Der Ginsenganbau ist lukrativ, denn die Wurzeln werden teuer bezahlt. Eine Pflanze muss allerdings mindestens drei Jahre alt sein, bevor geerntet werden kann. Je älter, desto wertvoller und teurer wird die Wurzel, die volle Heilkraft soll erst bei einer sechs- bis siebenjährigen Pflanze ihre Entfaltung finden.

Arten

Zu den teuersten Ginsengwurzeln gehören die sehr alten und wild wachsenden. Dem wilden Ginseng sagt man eine größere Heilkraft nach als dem kultivierten. Durch den blühenden Handel sind natürliche Bestände heute vom Aussterben bedroht. Als

  • Echten Ginseng

bezeichnet man den koreanischen, da dieser die größte Heilkraft besitzen soll. Man kennt den

  • Weißen und den
  • Roten Ginseng,

wobei hier die Wurzel einfach verschieden behandelt wird. Bei der Herstellung von Rotem Ginseng wird dieser erst gedämpft und dann getrocknet. So verliert er von seinem Wassergehalt und verändert die Farbe. Als weißen Ginseng bezeichnet man die frische Wurzel, die nicht behandelt wird, oder die geschälte und gebleichte Wurzel.

Standorte

Wild wachsend bevorzugt die Staudenpflanze

wo er einen

  • nährstoffreichen Boden

findet. Da der wild wachsende Ginseng den steigenden Verbrauch nicht mehr decken konnte, wird er in China kultiviert; Korea und Japan sind ebenso für ihren Ginsenganbau bekannt. Auch andere Länder probieren den Ginseng anzubauen, doch es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede.

Zu den heilkräftigen Wirkstoffen des Ginsengs gehören

Medizinische Verwendung

Wirkung und Anwendungsgebiete

Ginseng ist in erster Linie ein Kräftigungs- und Stärkungsmittel, welches auf den gesamten Organismus Einfluss nimmt. Er soll helfen,

  • die Konzentrations- sowie die Leistungskraft zu steigern.

Der Ginseng wirkt

  • ausgleichend und beruhigend;

er

  • normalisiert
  • harmonisiert und
  • reguliert.

Er

  • stärkt das Immunsystem
  • kräftigt das Herz-Kreislaufsystem
  • soll sich günstig auf schlechte Blutwerte auswirken
  • reguliert Organsysteme und
  • wirkt sich günstig auf das Nervensystem aus.

Bei

hat er sich ebenfalls bewährt. Furore macht der Ginseng als Anti-Aging Mittel, denn er soll nicht nur

sondern auch

  • Alterungsprozessen vorbeugen.

Wichtig ist zu wissen, dass Ginsengpräparate die Blutgerinnung beeinflussen können, es kann zu einer länger andauernden Blutungszeit kommen.

Anwendungsart

Man erhält den Ginseng in der Regel

  • als Fertigpräparat in Kapseln
  • als Konzentrat oder
  • die getrockneten Wurzelstücke, um einen Tee zu übergießen.

Er ist auch als eine Art

  • Instantpulver

zu erhalten. Man kennt zudem

  • eine Ginsengtinktur

oder er ist

Verwendung in der Kosmetik und Küche

In der Kosmetik verwendet ma

mit einem Ginsenganteil, die sich hervorragend bei Hautproblemen eignen sollen.

Ginseng ist in

zu finden, da verspricht man sich eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung.

Zögerlich hält die Ginsengwurzel Einzug in die Sternenküche und überrascht mit außergewöhnlichen Rezepten.

Quellen:

  • Stephen Fulder: Das Buch vom Ginseng, Goldmann, Mchn., 1997, ISBN 3442138361
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  • Carsten Klemann: Ginseng, Südwest-Verlag, 1999, ISBN 3517080748
  • Günter Harnisch: Ginseng, Heilkraft aus der Wunderwurzel des Ostens, Turm-Verlag, 1998, ISBN 3799902538
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  • Klaus P. Waldmann: Natürlich fit und vital mit Ginseng, Urania, Stuttgart, 1997, ISBN 3332006193
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  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751

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