8. September 2009
Der Ginkgo war schon in der Zeit vor Christus als Heilpflanze bekannt, im Mittelalter wurde er für eine Vielzahl von Leiden benutzt.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem Alkohole, ätherisches Öl, Capronsäure, Essigsäure, Flavonoide, Ginkgolsäure, Ginkgolid, Harz, Pinit, Shikmisäure und Stärke. Zur medizinischen Verwendung kommen in der Regel die Blätter. Der Ginkgo wird als Teezubereitung eingenommen, es gibt einen Extrakt, eine Tinktur und Ginko ist auch in Tabletten- und Kapselform erhältlich. Sein Hauptanwendungsgebiet ist bei Durchblutungsstörungen, wie keine andere Heilpflanze hilft er das Gefäßsystem zu durchbluten und hilft dadurch gegen vielerlei Krankheiten. So spricht man ihm antioxidative und neuroprotektive Eigenschaften zu. Er soll die Gedächtnisleistung entschieden verbessern und findet deshalb bei Hirnleistungsstörungen Anwendung. Ginkgo lindert Ohrensausen und Schwindel und wird bei der Höhenkrankheit eingesetzt. Ginkgo soll allgemein zur Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen und auch gegen altersbedingte Beschwerden helfen. Um eine optimale Dosierung zu gewährleisten, sollte er unter ärztlicher Aufsicht oder eines Heilpraktikers eingenommen werden und es sollte auf Fertigarzneien zurückgegriffen werden. Bei der Verwendung als Tee oder andere Zubereitungen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor welche die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit belegen. In sehr seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen kommen. In der traditionellen chinesischen Medizin werden auch die Samenkerne verwendet. Ginkgo gibt es auch in homöopathischer Zubereitung.
Der Ginkgo wird nicht ausgesprochen zur Holzgewinnung angebaut, aber sein leichtes und weiches Holz eignet sich hervorragend zu Schnitzarbeiten oder es wird zu Paneelen verarbeitet. Auch die Kosmetikindustrie benutzt Ginkgo für Shampoos und andere Kosmetika.
In Asien wird der Kern des Samens gegessen, er muss aber vorher gegart werden und dient als Beilage oder Zutat zu vielen Gerichten. Gesalzen und geröstet dienen sie als Knabberei. Die Kerne dürfen aber nicht im Übermaß genossen werden, da sie sonst zu Vergiftungserscheinungen führen können.
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Autorenporträt: Gertrud Teusen ist freie Journalistin und hat bereits mehrere Bücher zu den Themen Gesundheit un...