16. März 2009
Der Fingerhut gehört zu den hochgiftigen Pflanzen, seine Giftigkeit scheint er schon durch sein markantes Erscheinungsbild signalisieren zu wollen.

Deshalb sollte er nie da angepflanzt werden wo Kinder spielen oder Zugang haben. Im Falle einer Vergiftung muss unbedingt die Gift-Notruf-Zentrale sowie ein Notarzt verständigt werden.
Im Mittelalter benutzte man in der Volksmedizin den Fingerhut zu äußerlichen Anwendungen gegen Geschwüre und zur Wundheilung. Im 18. Jahrhundert entdeckte ein englischer Arzt die Wirksamkeit vom Fingerhut bei Herzkrankheiten.
Alle Pflanzenbestandteile sind hochgiftig deshalb kommt der Fingerhut in der Naturheilkunde nur in homöopathischer Zubereitung zum Einsatz. Was in großer Dosis tödlich sein kann, vermag in kleiner Dosis zu heilen. Digitalis gehört zu den bekanntesten Herzmitteln, in der Schulmedizin war der Fingerhut eine ihrer ersten Arzneipflanzen, die Digitalispräparate werden als herzstärkende Mittel eingesetzt. Sie stärken den Herzmuskel und regulieren die Herzfrequenz.
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