25. September 2009
Der Faulbaum wurde schon in alten Kräuterbüchern beschrieben und man nutzte vor allem seine abführende Wirkung.
Zur medizinischen Verwendung kommt die Rinde und diese muss ein Jahr gelagert werden bevor sie genutzt werden kann, da sie sonst Giftstoffe enthält. Zu den Hauptbestandteilen gehören unter anderem Anthrachinone, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glukofrangguline, Glykoside und Saponine. In der Regel wird die Rinde als Teezubereitung eingenommen. Das Hauptanwendungsgebiet ist bei Verstopfung da die Rinde abführend wirkt. Man geht davon aus, dass sie nur sehr langsam zur Gewöhnung führt und die Darmschleimhäute besonders schont. In der Volksheilkunde schreibt man der Rinde neben der abführenden Wirkung kreislaufstärkende, schleimlösende und wurmtötende Eigenschaften zu. Der Tee der Faulbaumrinde darf nicht während der Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Entzündungen im Magen- Darmbereich, bei Herzschwäche, von Kleinkindern oder bei einem Darmverschluss eingenommen werden. Abführende Mittel dürfen nicht in hoher Dosierung und nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da sonst ein Kaliumverlust eintreten kann, auch kann sich der Darm daran gewöhnen und träge werden. In der Homöopathie wird die Faulbaumrinde als Rhamnus gemäß dem Prinzip “Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt” bei Durchfällen angewendet.
Die aus Faulbaumholz hergestellte Holzkohle wurde früher zur Herstellung von Schwarzpulver verwendet, heute beschränkt es sich auf die die Produktion von Jagdschwarzpulver. Früchte und Rinde dienten auch als Färberrohstoff für Textilien und Haare. Früher nutzte man das leichte und weiche Faulbaumholz auch zu Drechselarbeiten oder zur Herstellung von Spazierstöcken.
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