6. Juli 2009
In der Pflanzenheilkunde nimmt der Gelbe Enzian eine bedeutendere Rolle ein als der Blaue Enzian, da man ihm eine größere Heilwirkung zuschreibt.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem Alkaloide, Berberin, Bitterstoffglykoside und Gerbstoffe. Zur medizinischen Verwendung kommt die Wurzel die man mit lateinischem Namen als Gentianae radix bezeichnet, sie enthält viele Bitterstoffe. Dies macht den Gelben Enzian zu einem hervorragenden Magenmittel.
Er wirkt appetitanregend, blähungswidrig, verdauungsfördernd, antibakteriell, kräftigend und anregend. Er hilft bei Magen-Darmbeschwerden, Müdigkeit, Untergewicht, Appetitmangel, Blutarmut und in der Rekonvaleszenz. Er fördert den Gallefluss, regt die Speichel- und Magensaftsekretion an, darf aber bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Er stärkt den Kreislauf, soll aber bei zu hohem Blutdruck nicht eingenommen werden.
In der Regel wird der Gelbe Enzian als Teezubereitung eingenommen, auch der Schnaps hilft kurativ bei Verdauungsproblemen und man kennt ein ätherisches Öl und eine Enzian Tinktur.
Vorwiegend in Bayern gibt es Enzianbrennereien wo der berühmte und traditionelle Enzianschnaps gebrannt wird. Man kennt ihn auch als appetitanregenden Magenbitter und Aperitif.
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