20. April 2009
Der Eisenhut enthält Gift, das sich in allen Pflanzenteilen befindet. Sein Hauptgift ist Aconitin, es ist das stärkste Pflanzengift und kann schon in geringen Mengen tödlich wirken, auch über die Haut kann Gift aufgenommen werden.
Berühmt und berüchtigt erlangte der Eisenhut zweifelhaftes Ansehen als Mord- und Selbstmordgift. Vor allen Dingen für Kinder kann er eine Gefahr darstellen, deshalb sollte er nie da angepflanzt werden wo Kinder spielen. In akuten Vergiftungsfällen unbedingt die nächste Giftzentrale anrufen und einen Notarzt verständigen. Die betreffende Person sollte man zum Erbrechen bringen bis ein Arzt eintrifft. Erstaunlicherweise wird der Eisenhut trotzdem als Schnittblume verwendet, beim Schnitt also unbedingt Handschuhe tragen. Aber eigentlich gehört eine Giftpflanze nicht ins Zimmer.
Was in großen Dosen tötet, kann in kleinen Dosen heilen, dieses Wissen macht man sich in der Naturheilkunde zu Nutze. In der Homöopathie nutzt man Aconitum in homöopathischer Zubereitung hauptsächlich für die Frühphase von Erkältungen, aber auch Nervenschmerzen, wie Ischias können gelindert werden. In der Medizin setzt man den Eisenhut unter anderem bei Rheumatismus, Rippenfellentzündung und Herzbeutelentzündung ein.
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