26. März 2009
Aber im Mittelalter schenkte man dem Ehrenpreis als Heilpflanze große Beachtung, man schätzte ihn als Allheilmittel ein und er soll gegen Pest und Aussatz geholfen haben.
Heute verwendet man zumeist die Blüten, die im Mai und Juni gesammelt werden, sie werden getrocknet und Teemischungen hinzugefügt, da der Ehrenpreis allein sehr bitter schmeckt. Er hat eine ausgesprochene blutreinigende Wirkung und hilft deshalb ausgezeichnet bei juckenden Hautkrankheiten. Er findet aber auch Anwendung bei den Begleiterscheinungen von Erkältungskrankheiten, er regt den Stoffwechsel an und soll bei Müdigkeit, Mattigkeit und Kopfschmerzen helfen.
Ehrenpreis soll helfen Übergewicht zu reduzieren und wirkt generell harmonisierend auf den Organismus. Bei dem Verzehr der rohen Blüten kann es auch schon bei kleinen Mengen zu halluzinogener Wirkung kommen. Aber getrocknet kommen auch das Kraut und die Wurzel als Naturheilmittel zum Einsatz. Hier hilft der Ehrenpreis bei Gallenentzündung und bei Leberbeschwerden. Ein Ehrenpreistee hilft auch bei Verstopfung und wirkt krampflösend.
Zu den Inhaltsstoffen des Ehrenpreis gehören unter anderen Bitterstoffe, Gerbstoffe und Saponine. Diese sind mit verantwortlich, dass es bei Rindern zu Vergiftungserscheinungen kommen kann, wenn sie auf Weiden von großen Ehrenpreisbeständen fressen. Auch in der klassischen Homöopathie findet der Ehrenpreis Verwendung. In der Kosmetik kennt man eine Creme, bei ihr werden die hautheilenden Eigenschaften von Ehrenpreis genutzt und mit pflegenden Stoffen kombiniert.
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