11. Oktober 2010
Von Andreas Hadel
Wasserkresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse, zu der ebenfalls Brokkoli, Kohl und Radieschen zählen. Wie aktuelle Studien belegt haben, hat die Wasserkresse einen hohen Anteil an natürlichen Phytochemikalien, die einen vorbeugende Effekt gegen Krebs besitzen. In den Blättern und im Stengel der Brunnenkresse lässt sich außerdem Senföl finden, welches in unserem Körper eine antibiotische und entzündungshemmende Wirkung entfaltet.
Brunnenkresse fördert zudem einen guten Verdauungsprozess und ist reich an Vitamin K, weshalb es bei chronischen Einschlafschwierigkeiten lindernd wirken kann.
Die Superkräfte der Brunnenkresse lassen sich vor allem auf jene Substanz zurückführen, die ihr den typisch pfefferigen Geschmack verleiht. Diese sogenannten Phenylethyl-Isothiocyanate (PEITC) töten Krebszellen und stimulieren die Bekämpfung von Carcinogenen im Körper. Brunnenkresse enthält außerdem Substanzen, die sich chemisch der Sulphoraphan-Gruppe zuordnen lassen. Elemente dieser Gruppe sind ebenfalls potente Anti-Krebs-Kämpfer. Brunnenkresse besitzt in etwa genauso viel Vitamin C wie Orangen, bietet aber Gramm für Gramm mehr Kalzium als Milch, mehr Eisen als Spinat und ist außerdem eine gute Folsäure-Quelle.
Zu den bisher beobachteten Nutzen gehört die Minderung von Kopfschmerzen. In Studien konnte gezeigt werden, dass Personen, die jeden Tag Blätter der Brunnenkresse essen, weniger an Migräne litten. Der hohe Gehalt an Betakarotin und Vitamin A wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Augen und Haut aus. In den angelsächsischen Ländern wird bei Hautausschlag traditionell zerstampfte Brunnenkresse gegessen.
Trotz ihrer Superkräfte bringt sie auf 100 Gramm gerade einmal 22 Kalorien auf den Teller. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich an Brunnenkresse nicht überessen kann. Sie können soviel davon essen wie Sie möchten, ohne negative Folgen befürchten zu müssen.
Brunnenkresse können Sie verwenden, um Sandwiches einen Vitaminschub zu geben oder es als Zutat für einen Sommersalat nehmen. Die Blätter können Sie aber auch für Pasta-Saucen oder gebackenen Fisch verwenden. Im Prinzip können Sie Brunnenkresse immer dann dazu geben, wenn zu dem Gericht eine leichte Senfnote passt.
Brunnenkresse kann roh gegessen werden und muss nicht vor dem Verzehr gekocht oder anders behandelt werden. Spülen Sie sie lediglich unter fließendem Wasser kurz ab.
Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch ein erfrischendes Brunnenkressen-Rezept zur Hand geben:
Geben Sie alle Zutaten in einen Mixer und zerkleinern Sie alles. Genießen Sie den Smoothie mit Eiswürfeln.
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