12. Dezember 2006
Von Andreas Neubert
Medizin muss nicht immer bitter sein. Das zeigt die Brombeere (Rubus fruticosus), die auch als Heilpflanze gilt. Sie hilft unter anderem gegen Durchfall, Flechte, Wassersucht oder Hautausschlag. In den Knospen, Blättern und Früchten stecken die Wirkstoffe wie Gerbstoff oder ätherische Öle.
Die Brombeere, die mitunter auch als Kratzbeere bezeichnet wird, hat ein kräftig-fruchtiges Aroma. Im August sind die Früchte reif und am Wegrand sieht man Klein und Groß bei der Suche nach der frischen Köstlichkeit.
Neben seinem kulinarischen Wert hat die Brombeere aber auch eine heilende Wirkung. Ihre Inhaltsstoffe machen sie zu einem schleimlösenden und blutreinigenden Naturheilmittel, das auch noch gegen Weissfluss oder gegen Hautunreiten hilft. Die Gerbstoffe in den Blättern sind ein Mittel gegen Durchfall und Magen-Darmkatarrh. Wer eine Erkältung hat, der sollte Brombeeren zu sich nehmen. Die medizinischen Kräften stecken nicht nur in den Früchten, sondern gleichfalls in den jungen Blättern, die im April bis Juni gesammelt werden und dann im Dunkeln getrocknet werden sollten. Das Kauen der Blätter soll gegen Zahnfleischbluten helfen.
Zusammen mit Himbeerblättern ergeben Brombeerblätter einen köstlichen Tee zum Genießen.
Könnten sie nicht mal Fertigarzneimittel zu den Heilpflanzen angeben
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