22. September 2009
Bei uns ist er als Heil- und Gewürzpflanze noch wenig bekannt.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem Ascaridol, Alkaloide, Linalool, Flavonoidglycoside und Cineol. Zur medizinischen Verwendung kommen die getrockneten Blätter. Diese helfen bei Darmkoliken, Magenkrämpfen, regen den Gallefluss an, wirken harntreibend, krampflösend und fördern die Magensaftproduktion. In der Volksheilkunde von Argentinien, Chile und Peru werden die Boldoblätter hauptsächlich zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
Boldo wird auch als Lösung angeboten und findet Anwendung in homöopathischer Zubereitung. Die Boldoblätter nicht überdosieren oder über einen längeren Zeitraum einnehmen, da sonst ungewünschte Nebenwirkungen und Beschwerden auftreten können. Bei Lebererkrankungen, Verschluss der Gallenwege und Gallensteinleiden sollen Boldoblätter nicht angewendet werden. Die Boldoblätter sind Bestandteil von zahlreichen Schlankheitsmittel.
In der Küche südamerikanischer Ureinwohner sind die Boldoblätter ein fester Bestandteil. Bei uns sind sie noch weitgehend unbekannt und schwer zu bekommen. Sie schmecken stark aromatisch, bitter und würzig, sie können für indische Gerichte verwendet werden oder ein Ersatz für Lorbeerblätter sein, wobei Boldoblätter viel stärker und intensiver schmecken. Sie eignen sich für Fisch und Fleisch, sowie für würzige Soßen, passen zu Pilzen und Gemüse. Seine Blätter werden auch zum Aromatisieren von alkoholischen Getränken benutzt.
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