22. September 2009
Der Besenginster ist nicht nur eine Zier- und Heilpflanze, sondern auch eine Giftpflanze.
Er ist in allen Pflanzenteilen giftig, verantwortlich hierfür sind vor allem die Alkaloide und Flavonglykoside. Vergiftungserscheinungen können sein Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen, Tachykardie bis hin zum Kreislaufkollaps. In diesen Fällen ist unverzüglich ein Notarzt zu verständigen und Kontakt mit der Giftnotrufzentrale aufzunehmen. In richtiger Dosierung hingegen hat der Besenginster durchaus heilkräftige Wirkung und deshalb ist es ratsam, auf Fertigarzneien zurückzugreifen, die ihn beinhalten und wo er richtig dosiert ist. Da wirkt er harntreibend, entwässernd, wehentreibend und soll bei Herzrhythmusstörungen helfen. Zu seinen weiteren Inhaltsstoffen gehören Flavonoide, Cumarine und ätherisches Öl. Zur medizinischen Verwendung kommen Blüten, Blätter und Teile der Zweige. Die höchste giftige Konzentration soll in den Samen sein. In der Schwangerschaft dürfen Arzneien mit Besenginsterkraut nicht eingenommen werden, da dieser wehentreibend wirkt.
Die rutenartigen Zweige wurden früher zur Besenherstellung benutzt, dieser Tatsache hat er seinen Namen zu verdanken.
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