16. September 2009
Die innere Einnahme des Beinwells ist mittlerweile umstritten, in früherer Zeit jedoch wurde er als Heilkraut geschätzt.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem Allantoin, Asparagin, Alkaloide, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Harz und Kieselsäure. Zur medizinischen Verwendung kommen die Wurzeln und die Blätter. Vor allem die Pyrrolizidinalkaloide stehen im Verdacht krebserregend zu sein, weshalb vor einer innerlichen Anwendung abgeraten wird. Das Haupteinsatzgebiet des Beinwells ist der Bewegungsapparat, wo er in Form von Salben und Tinktur Anwendung findet. Auch gibt es Empfehlungen, dass Beinwell nicht auf verletzter Haut aufgetragen werden soll. Er wirkt adstringierend, blutstillend, entzündungshemmend, kühlend, lindernd, wundheilend und schmerzstillend. Beinwell hilft bei blauen Flecken, Arthritis, Arthrose, Bluterguss, leichten Brandwunden, Gelenkschmerzen, Gichtknoten, Insektenstiche, Ischias, Quetschungen, Prellungen, Stauchungen, Verrenkungen und kann unterstützend bei Brüchen angewendet werden. Sein Inhaltstoff Allantoin bewirkt eine Beschleunigung des Zellaufbaus und der Zellbildung. Er wirkt noch gegen eine Vielzahl anderer Leiden, soll aber wegen der Bedenklichkeit besser durch andere Heilpflanzen ersetzt werden und die Behandlung soll sich auf die rein äußere beschränken. Beinwell ist in einigen Fertigarzneien enthalten, die in Salbenform erhältlich sind. Auch von dem Verzehr von Beinwell wird mittlerweile gewarnt und er ist nicht als Küchenkraut zu empfehlen.
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