8. Juli 2010
Die Tauchmedizin ist ein Spezialgebiet der Allgemeinen Medizin und auch der Sportmedizin. Tauchmediziner kümmern sich um alle Problematiken und Erkrankungen, die beim Tauchen auftreten können. Dabei steht auch die Prävention im Vordergrund, denn ein großes Teilgebiet der Tauchmedizin befasst sich mit der Vorbeugung von Tauchunfällen, sowie natürlich mit deren Behandlung. Auch die Tauchtauglichkeit ist ein weites Betätigungsfeld der Tauchmediziner. So geht es nicht nur darum, die Tauchtauglichkeit festzustellen, sondern auch, sie (wieder) herzustellen. Jeder Taucher kann sich mit seinen gesundheitlichen Fragen die seinen Sport betreffen an einen Tauchmediziner wenden.
Sehr hohe Bedeutung kommt bei der Tauchmedizin der Tatsache bei, dass beim Tauchen externe Gase zur Atmung eingesetzt werden. Diese Gase haben Einfluss auf das körperliche Befinden der Taucher und wirken sich je nach Tauchtiefe zum Teil ganz unterschiedlich aus. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Druck, dem der Taucher unter Wasser ausgesetzt ist. So beschäftigt sich die Tauchmedizin mit der Erforschung, Behandlung und Prävention der Erkrankungen und Problematiken, die der Einsatz von Tauchgasen für den menschlichen Körper verursacht.
Speziell in der Dekompressionsphase, während des Auftauchens, müssen diese Gase wieder aus dem Körper gelöst werden, da sonst Gasembolien entstehen können, die für die Dekompressionskrankheit verantwortlich zeichnen. Aufgabe des Mediziners ist es, die Taucher hierzu zu beraten. Doch Gase können auch narkotische und toxische Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Häufig werden diese Problematiken durch den erhöhten Wasserdruck ausgelöst, so dass es zum gefährlichen Tiefenrausch kommen kann. Tauchmediziner befassen sich auch mit der Erforschung dieser Zusammenhänge und mit der Behandlung der aus ihnen entstehenden Krankheitsbilder. Gasgemische werden analysiert, erforscht und optimiert.
Weitere Probleme, Erkrankungen und lebensgefährliche Störungen werden beim Tauchen häufig durch die Unterkühlung, die gefährliche Hypthermie ausgelöst. Auch mit diesem Themenkomplex befasst sich die Tauchmedizin.
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