Die Ausbildung zum Psychotherapeuten dauert je nach Vorbildung unterschiedlich lange. Psychotherapeuten können vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen.
Psychotherapie kann sowohl von Ärzten als auch von Heilpraktikern, psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausgeführt werden.
Ärzte, die Psychotherapie durchführen wollen, müssen nach dem Grundstudium der Medizin, das zwölf Semester und drei Monate dauert, ein Facharztstudium absolvieren. Bis ein Arzt "Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin" ist, dauert dies im Facharztstudium fünf Jahre.
Ärzte, die ihren Facharzt in einem anderen medizinischen Bereich wie z.B. der Allgemeinmedizin, der Inneren Medizin oder der Augenheilkunde gemacht haben, können die Psychotherapie im Rahmen einer Weiterbildung als Zusatzbezeichnung tragen. Die Weiterbildung umfasst für diese Fachärzte etwa 400 Stunden. Die Ärzte können sich während ihrer Weiterbildung auf verschiedene Bereiche der Psychotherapie festlegen.
Auch so genannte Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen psychotherapeutisch behandeln. Die Ausbildung ist nicht zu vergleichen mit der Ausbildung zum Heilpraktiker. Der Heilpraktiker für Psychotherapie hat eine etwa einjährige Ausbildung zu absolvieren, die mit einer amtsärztlichen Überprüfung (z.B. durch das Gesundheitsamt) endet.
Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln überwiegend Selbstzahler und Privatpatienten, gesetzliche Krankenkassen erstatten die Behandlung in der Regel nicht.
Auch ein Psychologe kann durch eine Weiterbildung im Bereich der Psychotherapie tätig sein. Das Psychologiestudium dauert etwa zehn Semester. Ein ausgebildeter Psychologe benötigt für die Vollzeitweiterbildung zum Psychotherapeuten etwa drei Jahre, für eine berufsbegleitende Weiterbildung fünf Jahre.
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung trägt der Psychologe dann die Berufsbezeichnung "Psychologischer Psychotherapeut" und kann auch seine Kassenzulassung erlangen und Kassenpatienten behandeln. Gleiches Verfahren gilt auch für Kinder- und Jugendlichenpsychologen.
Psychotherapeuten können sich auf verschiedene Schwerpunkte in ihrer Behandlung festlegen. Dazu gehören die Schwerpunkte Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Ausgebildete Psychotherapeuten können an vielfältigen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Hier gibt es z.B. Kurse zum Thema Hypnose, Behandlung bei chronischem Schmerz, neue Entwicklungen in der Depressionstherapie, Traumabearbeitung oder ein Kurs zum Thema Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen.
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03.06.13 | |
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