Patienten, die eine Psychotherapie benötigen, haben es nicht immer leicht, einen geeigneten Therapeuten zu finden. So gibt es verschiedene Arten von Psychotherapeuten.
Für die Behandlung einer psychischen Erkrankung bedarf es eines Psychotherapeuten. Allerdings ist Therapeut nicht gleich Therapeut. Außerdem werden die unterschiedlichsten Behandlungsformen angeboten wie die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse, die tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie, die Gesprächspsychotherapie, die Gestalttherapie, die systemische Therapie sowie das Psychodrama.
Weiterhin gibt es verschiedene Mischformen, deren Anwendung vom jeweiligen Therapeuten abhängt. Möchte man also den passenden Psychotherapeuten finden, ist es ratsam, sich gut über dessen Ausbildung zu informieren.
In Deutschland wurde die Bezeichnung Psychotherapeut durch die Einführung des Psychotherapeutengesetzes im Jahr 1999 gesetzlich geschützt. Das heißt, dass sie nur von Ärztlichen Psychotherapeuten und Psychologischen Psychotherapeuten geführt werden darf, wozu wiederum eine staatliche Anerkennung erforderlich ist. Prinzipiell wird zwischen drei Arten von Psychotherapeuten unterschieden. Dabei handelt es sich um Psychologische Psychotherapeuten, Ärztliche Psychotherapeuten und sonstige Psychotherapeuten.
Als Psychologischen Psychotherapeuten bezeichnet man einen Psychologen, der über eine mehrjährige psychotherapeutische Zusatzausbildung verfügt. Diese muss mindestens drei bis fünf Jahre dauern. Um die Zusatzausbildung absolvieren zu können, ist ein Diplom oder Master in Psychologie erforderlich. Dabei muss das Fach Klinische Psychologie Bestandteil des Studiums sein.
Bei einem Ärztlichen Psychotherapeuten handelt es sich um einen Mediziner, der über eine psychotherapeutische Weiterbildung verfügt. Das heißt, dass der psychotherapeutischen Zusatzausbildung ein Medizinstudium vorausgeht. Der Umfang der Ausbildung liegt zwischen 300 und 600 Stunden.
Eine weitere Gruppe von Psychotherapeuten wird von den so genannten Heilkundlichen Psychotherapeuten gebildet. Diese haben meist ein Studium in anderen Bereichen wie Pädagogik oder Soziologie abgeschlossen und erst danach eine psychotherapeutische Zusatzausbildung absolviert. Ebenfalls zu dieser Gruppe zählt man Heilpraktiker.
Des Weiteren wird bei Medizinern zwischen Psychotherapeuten und Psychiatern unterschieden. Psychiater müssen nicht zwangsläufig über eine psychotherapeutische Ausbildung verfügen. Stattdessen kommen sie häufig auf dem Gebiet der Psychosen und der schweren Persönlichkeitsstörungen zum Einsatz, bei denen medikamentöse Behandlungen erforderlich sind.
Allerdings gibt es auch durchaus Psychiater, die eine psychotherapeutische Ausbildung abgeschlossen haben und ambulante Psychotherapien anbieten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die ethischen und fachlichen Regeln, denen Psychotherapeuten unterliegen. So besteht bei ihnen eine strenge Schweigepflicht. Außerdem wird die Arbeit der Therapeuten durch eine so genannte Supervision überprüft. Psychologen sind dazu verpflichtet, die Würde ihrer Patienten zu achten und deren Wertvorstellungen zu akzeptieren.
Ebenfalls von Bedeutung ist das Abstinenzgebot. Dieses besagt, dass ein Psychotherapeut keine privaten Beziehungen zu einem Patienten unterhalten darf, da sonst der Erfolg der Therapie gefährdet werden könnte.
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