Die Bezeichnung Psychologischer Psychotherapeut ist eine durch das Psychotherapeutengesetz geschützte Berufsbezeichnung. Ein ausgebildeter Psychologe darf sie nach einer dreijährigen Zusatzausbildung annehmen und erhält dann eine Kassenzulassung.
Psychotherapeuten sind Anbieter, die die Psychotherapie unter heilkundlichen Aspekten ausüben. In Deutschland ist die Berufsbezeichnung Psychotherapeut/Psychotherapeutin mit dem Psychotherapeutengesetz geschützt. Sie darf nur von Psychologischen Psychotherapeuten oder Ärzten mit Psychotherapie-Weiterbildung, den so genannten Fachärzten für Psychotherapie, oder von Kinder- und Jugendpsychotherapeuten benutzt werden. Jedoch dürfen Heilpraktiker, denen die Ausübung der Psychotherapie genehmigt ist, die Berufsbezeichnung des Psychotherapeuten nicht führen.
Die Psychotherapie beschäftigt sich mit der Heilung von Menschen mit seelischen Störungen oder Ungleichgewichten. Frei übersetzt aus dem Griechischen bedeutet der Name Seelen (= Psyche) -Heilung (= Therapie). In der Methodik stehen der Psychotherapie verschiedene Mittel der verbalen und nonverbalen Kommunikation zur Verfügung. Diese werden angewendet bei geistig-seelischen Konflikten, physischen und psychischen Krankheiten und auch bei Verhaltensstörungen oder -auffälligkeiten.
Der Psychotherapeut kann zwischen der Auswahl verschiedener Therapieformen entscheiden. In der so genannten Verhaltenstherapie wird die soziale Umgebung mit ihren sozialen Interaktionen untersucht und positiv verändert. Dem Patienten sollen damit Möglichkeiten zur besseren Selbstregulation an die Hand gegeben werden. Dies wird erzielt, indem man dem Patienten seine konkreten Verhaltensweisen und deren Motivationen bewusst zu machen versucht. Die Tiefenpsychologie beschäftigt sich mehr mit dem Unterbewusstsein des Menschen.
Der Psychotherapeut hilft seinen Patienten, mit ihrem Leben und ihrer jeweiligen Lebenssituation besser zurecht zu kommen. Dies wird zum großen Teil in intensiven Gesprächen erreicht, in denen die Patienten Dinge über sich und ihr eigenes Verhalten lernen können, die dazu beitragen, dass sie ihr Verhalten ändern und ihren Leidensdruck verringern können.
Oftmals suchen Patienten einen Psychotherapeuten auf, wenn sie in besonders schwierigen Lebenssituationen stecken oder einen Schicksalsschlag erleiden mussten. Dann kann der Psychotherapeut ihnen bei der Bewältigung des Erlittenen helfen. Manche Menschen besuchen ihr Leben lang immer wieder einen Psychotherapeuten, für viele ist es aber auch eine einmalige Notwendigkeit.
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