23. Juni 2010
Das Studium zum Proktologen dauert mehrere Jahre. Ein Proktologe kann vielfältige Weiterbildungen absolvieren.
Jeder angehende Arzt muss zuerst das Grundstudium der Medizin erfolgreich abschließen. Dieses dauert zwölf Semester und drei Monate und endet mit einer Prüfung. Das Bestehen dieser Prüfung ist die Voraussetzung für die Erlangung der Approbation.
Nach dem Grundstudium folgt das Facharztstudium, in dem sich der Arzt auf einen Bereich der Medizin festlegt. Ärzte, die Proktologen werden möchten, studieren dazu meist im Bereich der Inneren Medizin. Es können jedoch auch Fachärzte für Chirurgie, Kinderchirurgie, Hautärzte, Gynäkologen, Urologen oder Allgemeinärzte die Zusatzbezeichnung Proktologie tragen. Wird kein Schwerpunkt gewählt, dauert das Studium zum Internisten fünf Jahre. Wird hingegen der Schwerpunkt „Gastroenterologie“ gewählt, so dauert das Studium sechs Jahre. Auch das Facharztstudium wird mit einer Prüfung beendet.
Nach dem Facharztstudium kann jeder Arzt verschiedene Zusatzbezeichnungen erwerben. Die Proktologie ist eine dieser Zusatzbezeichnungen, die meist von Fachärzten für Innere Medizin getragen wird. Die Weiterbildung zum Proktologen dauert ein Jahr und endet erneut mit einer Prüfung. Der Arzt ist dann z.B. Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Zusatzbezeichnung Proktologie.
Jeder Arzt kann an vielfältigen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Proktologen können sich im Rahmen einer Fortbildung beispielsweise über die noch neuartige Kapselendoskopie informieren, bei der der Patient eine Kapsel mit Kamera schluckt und auf diese Weise Bilder vom Darm entstehen.
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