23. Juni 2010
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert drei Jahre. Ein Physiotherapeut kann vielfältige Weiterbildungen absolvieren.
Voraussetzung für den Beginn einer physiotherapeutischen Ausbildung ist mindestens ein Realschulabschluss. Da die Ausbildung sehr anspruchsvoll ist, haben heutzutage jedoch die meisten Auszubildenden Abitur. Viele Auszubildenden absolvieren vor Beginn ihrer Ausbildung ein Praktikum im Pflegebereich für die Dauer von drei Monaten, um sich auf ihren künftigen Beruf vorzubereiten.
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit durchgeführt werden. Die Vollzeitausbildung dauert drei Jahre, die Teilzeitausbildung entsprechend länger. Die Ausbildung kann sowohl an privaten als auch an staatlichen Schulen durchgeführt werden. In jedem Fall endet sie mit einer staatlichen Prüfung. Das Bestehen dieser Prüfung ist die Voraussetzung, um als Physiotherapeut tätig werden zu können. Während der Ausbildung erlernen die angehenden Physiotherapeuten sowohl die Theorie als auch die Praxis ihres künftigen Berufes. Die Praxis erlernen sie in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Nach bestandener Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht, heißt die korrekte Bezeichnung dann „staatlich geprüfter Physiotherapeut“.
Physiotherapeuten, die Abitur haben, können anschließend ein Jahr lang studieren und so Diplom-Physiotherapeut werden.
Für Physiotherapeuten werden viele Fort- und Weiterbildungen angeboten. So kann ein staatlich geprüfter Physiotherapeut z.B. Anwendungen wie die manuelle Lymphdrainage, die Krankengymnastik nach Bobath oder Vojta oder die manuelle Therapie erlernen. Auch diese Weiterbildungen enden mit einer Prüfung.
Verschiedene Fortbildungen werden ohne abschließende Prüfung angeboten. Ein Physiotherapeut muss regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen, um gesetzlich versicherte Patienten behandeln zu dürfen. Fortbildungen gibt es z.B. zu den Themen manuelle Therapie – obere Wirbelsäule, Dyskalkulie, Rückentraining, Rückenschule am Arbeitsplatz usw.
Einige Physiotherapeuten erlernen nach Abschluss ihrer Ausbildung auch den Beruf des Heilpraktikers und schließen dann eine Ausbildung im Bereich der Osteopathie an. Sie können auf diese Weise den Patienten umfassend behandeln und individuell entscheiden, welche Behandlungsart sie anwenden.
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