1. Juni 2010
Die Ausbildung zum Logopäden dauert drei Jahre. Ein Logopäde kann verschiedene Weiterbildungen absolvieren.
Voraussetzung für den Beginn einer Ausbildung zum Logopäden ist ein mittlerer Schulabschluss. Alternativ reicht auch ein Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen anderen Ausbildung. Zusätzlich muss ein ärztliches Attest sowie ein Hör-, Sprach- und Tontest vorgelegt werden. Auch eine Untersuchung bei einem Hals-Nasen-Ohrenarzt ist notwendig, um eine Ausbildung als Logopäde beginnen zu können.
Die Theorie des Berufes erlernen die angehenden Logopäden in einer Berufsfachschule. Der praktische Teil erfolgt in Form von Praktika z.B. bei Ärzten, Logopäden und in sonderpädagogischen Einrichtungen.
Nach der dreijährigen Ausbildung erfolgt eine Prüfung, die aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Wenn entsprechende Voraussetzungen erfüllt sind (z.B. eine bereits abgeschlossene ähnliche Berufsausbildung), kann die Ausbildungszeit auch verkürzt werden. Bei der Prüfung handelt es sich um eine staatliche Prüfung, deren Bestehen die Voraussetzung für die Ausübung des Berufes ist.
Ein staatlich geprüfter Logopäde kann neben verschiedenen Fortbildungen (z.B. Musiktherapie, kindliche Entwicklung im Vorschulalter, Gebärdensprache) auch diverse Weiterbildungen absolvieren. So kann ein Logopäde z.B. den Fachwirt im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen oder den Betriebswirt im Sozialwesen machen. Auch an den Hochschulen kann ein ausgebildeter Logopäde mit entsprechendem Schulabschluss ein Logopädiestudium, ein Studium der Heilpädagogik oder ein Studium zum Sonderschullehrer durchführen.
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