23. Januar 2012
Von Marco Stephan
Die kalte Jahreszeit entfaltet sich zusehends, die Blätter liegen fast alle auf dem Boden und ab und an liegt der Duft von Schnee in der Luft. Dass der Winter nicht nur seinen schönen Seiten mit sich bringt, sondern auch die Zeit von Erkältungen mit sich bringt, ist vor allem Eltern klar.

Unzählige Säuglinge haben sofort Angst und bekommen Stress, sobald sie die typischen Gerüche einer Arztpraxis wahrnehmen und spätestens, wenn Sie den Arzt in seiner Arbeitskleidung vor sich sehen. Es ist umso wichtiger, dass Sie Ihrem Kind Ruhe geben und als oberstes Ziel haben, dass das Kind sich zu seiner eigentlichen Erkrankung nicht auch noch aufgrund der Räumlichkeiten und des Arztpersonals aufregt und unter Stress gerät.
Versuchen Sie den Arztbesuch spielerisch und als etwas sehr Positives zu leben. Gehen Sie mit Ihrem Neugeborenen auf dem Weg zur Praxis und vor allem in der Praxis selbst so normal wie möglich um. Nehmen Sie Ihren Partner, die Oma, Tante oder Geschwister mit, vertraute Personen, die helfen eine gewohnte und familiäre, sichere Atmosphäre zu erzeugen. Geben Sie Ihrem Baby auf diese Weise Halt und hindern Sie es daran, zu fühlen, dass es sich in einer besonderen Situation befindet.
Es ist wichtig, dass Sie sich so normal und ruhig wie möglich verhalten und nicht selbst in Stress oder Sorge verfallen, weil Sie sich wegen der Erkrankung Ihres Neugeborenen große Sorgen machen. Versuchen Sie, sich die Sorgen erst nach dem Besuch anmerken zu lassen. Dann wird sich Ihr Baby wieder mit etwas anderem beschäftigen und Sie können sich für einen Moment schwach zeigen.
Besuchen Sie Arztpraxis, auch wenn Ihr Kind keine Beschwerden hat und geben Sie dem Kleinen damit das Gefühl, dass nicht bei jedem Besuch etwas mit ihm passiert. Zeigen Sie dem Kleinen zudem, dass es normal ist, sich in der Praxis aufzuhalten, und machen Sie dem Kleinen auf diese Weise mit Arzt und Arzthelferinnen vertraut. Sie werden sehen, dass Ihr Kleines beim nächsten Besuch wesentlich entspannter sein wird. Denken Sie daran, ein wichtiges und tolles Spielzeug mit in die Praxis zu nehmen. Nicht nur vertraute Gesichter können Sicherheit schaffen, sondern auch das Lieblingsspielzeug und das wichtigste Kuscheltier.
Sorgen Sie ab und an für Ablenkung und haben Sie das Wohlbefinden des Neugeborenen stets in Ihrem Blick. Lernen Sie abzuschätzen, welche Form von Ablenkung angebracht ist. Machen Sie Grimassen oder erzählen Sie eine kleine Geschichte, um die Aufmerksamkeit Ihres Kleinen zu bekommen. Bringen Sie Ihr Kleines zum Lachen oder beruhigen Sie es durch ein leises Lied. Testen Sie aus, was bei Ihrem Neugeborenen am ehesten hilfreich ist.
Füttern Sie Ihr Neugeborenes erst nach dem Arztbesuch. Zum einen beruhigt das und zum anderen kann das Füttern vor dem Arztbesuch dazu führen, dass sich das Neugeborene vor Aufregung in der Praxis übergibt. Sollten Sie ein ungutes Gefühl haben, wenn der Arzt Ihr Neugeborenes auf dem Arm hat oder bei einer Behandlungsempfehlung oder wahrnehmen, dass sich Ihr Kleines nicht wohlfühlt, dann warten Sie nicht lange und hören Sie auf Ihr Gefühl. Nehmen Sie das Kleine an sich und kümmern Sie sich in erster Linie darum, dass es dem Kleinen und Ihnen wieder besser geht. Lassen Sie sich zu nichts überreden, was Sie nicht wollen. Sie tragen die Verantwortung für das Kleine und Sie haben das beste Gespür, wie es Ihrem Baby geht und was ihm gerade gut tut.
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