Aufgaben, Ausbildung und Weiterbildung eines Internisten

Internisten beschäftigen sich überwiegend mit den Organen des Menschen. Viele Internisten sind selbstständig tätig. Das Studium zum Internisten dauert weitere fünf Jahre. In der Inneren Medizin gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten.

In welchen Bereichen Internisten/Internistinnen arbeiten und was sie machen

Tätigkeitsgebiete

Ein Internist ist ein Facharzt für Innere Medizin. Man unterscheidet hier die hausärztlich tätigen Internisten von den fachärztlichen Internisten.

Der Unterschied besteht darin, dass

  • ein hausärztlicher Internist zusätzlich zur Inneren Medizin auch die Allgemeinmedizin praktiziert.

Hausärztlich tätige Internisten können Hausarzt eines Patienten sein und dann der erste Ansprechpartner für alle Krankheiten sein. Der Internist verrichtet dann die Tätigkeit ähnlich eines Allgemeinarztes.

  • Ein fachärztlich tätiger Internist arbeitet überwiegend auf Überweisung.

Patienten werden demnach von ihrem Hausarzt zu diesem Facharzt mit dem Auftrag einer konkreten Untersuchung überwiesen. Der Internist führt dann die gewünschte Untersuchung oder Diagnostik durch und erstellt darüber einen Arztbrief, den der Patient wieder mit zu seinem Hausarzt nimmt.

Internisten beschäftigen sich

Grundsätzlich führen Internisten neben

  • der Diagnostik auch
  • die Vorbeugung
  • die Behandlung und
  • die Nachsorge von Krankheiten

aus diesen Bereichen durch.

Arbeitsplatz

Viele Internisten sind

  • in der eigenen Praxis tätig.

Teilweise arbeiten sie auch

  • in einer Gemeinschaftspraxis mit anderen Internisten oder anderen Fachärzten.

Fachärztliche Internisten sind jedoch auch

Aufgaben

Untersuchungsmethoden

Zu Beginn der Untersuchung

  • befragt der Internist den Patienten

nach seinen Beschwerden, nach Vorerkrankungen, nach der bisherigen Medikamenteneinnahme, nach Krankheiten in der Familie usw. Ein hausärztlich tätiger Internist hat bereits einmal diese Anamnese durchgeführt, so dass er sie nur immer wieder aktualisieren muss.

Im Rahmen der Diagnostik führt ein Internist viele verschiedene Untersuchungen durch. Ein fachärztlich tätiger Internist führt jedoch weitaus mehr und auch teurere Untersuchungen durch als ein hausärztlicher Internist.

Internisten

Sonographie der Schulter
Dem Internisten stehen umfangreiche Untersuchungsmethoden zur Verfügung

Im Rahmen weitergehender Untersuchungen führt der Internist

durch, bei der er die Organe genau untersuchen kann. Auch

wird von Internisten durchgeführt. Hier kann die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Blutgefäßen (z.B. der Beine) untersucht werden.

Des Weiteren schreibt ein Internist auch

bei dem die Herzströme aufgezeichnet werden. Der Internist kann hier feststellen, wenn das Herz beispielsweise unregelmäßig schlägt. Das EKG kann sowohl in Ruhe als auch in Bewegung (Belastungs-EKG) durchgeführt werden und auch als Langzeit-EKG über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Hat ein Patient einen zu hohen Blutdruck oder starke Blutdruckschwankungen, so kann der Internist auch

anlegen, das während dieser Zeit automatisch und regelmäßig den Blutdruck des Patienten misst.

Blutuntersuchungen

Ein Internist untersucht auch das Blut des Patienten. Die meisten Ärzte führen jedoch nur einfache Blutuntersuchungen wie zum Beispiel

in der eigenen Praxis durch. Andere Werte werden meist in einem beauftragten Labor gemessen. Lediglich sehr große internistische Facharztpraxen haben ein eigenes Labor mit Laborangestellten.

Endoskopie

Ein großes Aufgabengebiet des Internisten ist auch die Endoskopie. Dazu zählen

Für die so genannte Gastroskopie (Magenspiegelung) muss der Patient nüchtern sein. Über den Mund führt der Internist einen langen biegsamen Schlauch ein und schiebt ihn vorsichtig durch die Speiseröhre hindurch bis zum Magen. Während der Untersuchung kann der Arzt mit einer dünnen Zange auch Gewebeproben entnehmen und anschließend zum Beispiel auf Krebszellen untersuchen.

Eine Darmspiegelung erfolgt über den After mit einem längeren Schlauch als bei der Magenspiegelung. Der Patient muss als Vorbereitung eine spezielle Lösung trinken, um den Darm zu reinigen. In einigen Fällen kann auch eine Kapselendoskopie durchgeführt werden. Durch eine vom Patienten geschluckte Kapsel, die eine winzige Kamera enthält, können Bilder vom Inneren des Patienten gemacht werden.

Weitere Untersuchungen

Internisten führen neben diesen genannten Untersuchungen viele weitere wie zum Beispiel

durch.

Ausbildung

Internist begutachtet Röntgenbild
Der Facharzt für Innere Medizin muss das Medizinstudium und den Schwerpunkt Inneren Medizin absolvieren

Zu Beginn steht

welches zwölf Semester und drei Monate dauert. Nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung kann der Arzt seine Approbation erlangen und in einem Fachbereich der Medizin weiterstudieren. Es gibt hier neben der Inneren Medizin viele große Fachbereiche wie zum Beispiel

Das Facharztstudium der Inneren Medizin dauert nach dem Grundstudium fünf Jahre. Nach dieser Zeit ist der Arzt Facharzt für Innere Medizin ohne einen besonderen Schwerpunkt. Diese Ärzte sind dann oft als hausärztliche Internisten tätig.

Schwerpunkt Innere Medizin

Internisten, die sich in einem Schwerpunkt in der Inneren Medizin weiterbilden möchten, studieren ein weiteres Jahr (insgesamt 6 Jahre). In der Inneren Medizin gibt es zum Beispiel Schwerpunkte wie

Weiterbildung

Ein Internist kann im Rahmen von Weiterbildungen auch diverse Zusatzbezeichnungen wie zum Beispiel

Die meisten Ärzte promovieren und erhalten dadurch ihren Doktortitel. Internisten können an vielen Fortbildungsveranstaltungen zur Anwendung neuer Apparate oder neuer Behandlungsmethoden teilnehmen.

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Quellenangaben
  • ekg © Maria.P. - www.fotolia.de
  • Ultraschall der Schulter, Sonographie © Sven Bähren - www.fotolia.de
  • Female doctor examining a brain cat scan. © ZTS - www.fotolia.de

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