18. Mai 2010
Ein Gefäßchirurg ist ein Facharzt für die Behandlung von Erkrankungen im Bereich der Venen und Schlagadern. Diese Fachärzte sind häufig in Krankenhäusern tätig.
Der Gefäßchirurg kümmert sich um Patienten, die unter akuten oder chronischen Erkrankungen der Gefäße leiden. Dazu zählen Verengungen oder Erweiterungen der Halsschlag- oder Hauptschlagader, Verengungen der Blutgefäße an den Beinen, Krampfadern oder auch spezielle Therapien bei Diabetikern.
Hat ein Patient Beschwerden in diesem Bereich, so wird er meist von seinem Hausarzt zu einem Facharzt für Gefäßchirurgie überwiesen. Dieser führt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über seine Beschwerden und Vorerkrankungen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung des zu behandelnden Bereiches. Im Rahmen der Diagnostik setzt der Gefäßchirurg auch Untersuchungen wie z.B. eine Ultraschalluntersuchung, eine Doppler- oder Duplexsonografie, eine Angiografie oder auch eine Computer- oder Kernspintomografie ein. Bei der Doppler- und der Duplexsonografie kann der Arzt feststellen, wie schnell das Blut in den Blutgefäßen z.B. in den Beinen fließt. Die Angiografie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung. Vor der Untersuchung spritzt der Gefäßchirurg über einen Katheter in der Leiste oder im Arm ein Kontrastmittel, so dass die zu untersuchenden Gefäße auf dem anschließend gefertigten Röntgenbild sichtbar gemacht werden können. Der Arzt kann auf diese Weise z.B. Engstellen erkennen.
Ist ein Blutgefäß verengt, so führt der Gefäßchirurg einen operativen Eingriff durch, bei dem er z.B. einen Bypass legt und das Blut um die Engstelle auf diese Weise "herum leitet".
Niedergelassene Gefäßchirurgen haben oftmals Belegbetten in einem Krankenhaus. Sie können dadurch ihren Patienten, bei dem sie zuvor die Diagnostik in der eigenen Praxis durchgeführt haben, auch selbst operieren können. Nach dem Krankenhausaufenthalt werden die Patienten dann wieder in der Praxis des Gefäßchirurgen betreut.
Ein Gefäßchirurg behandelt sowohl Erwachsene als auch Kinder. Einige Gefäßchirurgen haben sich auch besonders auf die Behandlung von Kindern spezialisiert.
Viele Gefäßchirurgen sind als angestellte Ärzte in einem Krankenhaus tätig, da der Beruf häufige operative Eingriffe erfordert, die unter stationären Bedingungen durchgeführt werden müssen. Es gibt jedoch auch selbstständige Gefäßchirurgen, die dann in der eigenen Praxis arbeiten. In großen Praxen kann ein Gefäßchirurg auch angestellt sein. Niedergelassene Gefäßchirurgen haben oftmals Belegbetten in einem Belegkrankenhaus.
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01.03.12 | |
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03.01.12 | |
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18.10.11 | |
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18.02.11 | |
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