21. Februar 2011
Der Beschluss der Bundesregierung, die Tabaksteuer zum 1. Mai dieses Jahres in fünf Stufen jährlich um 4 bis 8 Cent pro Packung Zigaretten zu erhöhen, steht momentan in heftiger Kritik durch die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn.
Nach Ansicht der Frauenärzte sollte es in erster Linie nicht darum gehen, "Haushaltslöcher zu stopfen", sondern vielmehr darum, den Rauchstopp zu unterstützen. Somit lautet die Forderung der Initiative "Prävention-aktiv": 10 Euro mehr pro Schachtel Zigaretten. Dies ist nicht der erste Versuch, die Steuern deutlich zu erhöhen. Bereits vor zwei Jahren hatte sich Wirtschaftsjurist Professor Michael für eine Steuererhöhung von 30 Prozent ausgesprochen.
Wie Frauenarzt Dr. Klinghammer aussagt, seien die Auswirkungen des Rauchens für Frauen gravierender als für Männer. So laufen sie eher Gefahr, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Osteoporose zu erkranken, aber vor allem werden Fruchtbarkeit und Menstruationszyklus durch das Nikotin beeinflusst; auch Schwangerschaftsbeschwerden sind eine mögliche Folge. Die GenoGyn kämpft mit ihrer Initiative "Prävention-aktiv" bereits seit 2008 gegen Übergewicht, Alkohol- sowie Tabaksucht.
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