Ärzte behandeln Patienten nur gegen Barzahlung

Fachärzte verlangen trotz neuer Regelung aufgrund von Einnahmeverluste Vorauszahlungen von Patienten

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
6. März 2009

Jetzt ist auch unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gefragt, denn immer mehr Ärzte verlangen von ihren Patienten eine vorab Bezahlung, die aber bei den Versicherten in einer gesetzlichen Krankenkasse nicht richtig ist.

Neue Regelung seit Januar

Seit Januar diesen Jahres besteht eine unterschiedliche Meinung wegen der Vergütung, bei der die etwa 140.000 Ärzte auch etwa 10 Prozent mehr von den 3 Milliarden Euro aus den Beiträgen der Versicherten erhalten.

Aber weil es einen sogenannten Verteilungsschlüssel gibt, klagen bestimmte Fachärzte über Einnahmeverluste, so dass sie aus Protest ihre Patienten nur gegen Sonderzahlungen oder Vorauszahlung behandeln. Betroffene Patienten sollten sich deshalb bei ihrer Krankenkasse melden, so der Rat der Gesundheitsministerin.

Die Krankenkassen und die Ärzte verhandeln noch über die weitere Regelung, aber die Patienten sollten nicht davon betroffen sein. Aber wie auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilt, sind von den zugesagten 3 Milliarden auch erst 2 Milliarden Euro eingetroffen, weil unter anderem die Zahlen aus dem Jahr 2007 zugrunde gelegt wurden.

Aber es sollen besonders kleinere Praxen, für ihre Leistungen zusätzlich eine Vergütung erhalten, damit sie auch weiter existieren können.