18. Mai 2010
Ergotherapeuten betreuen Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen. Ergotherapeuten sind sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich tätig.
Der Ergotherapeut behandelt sowohl Erwachsene als auch Kinder. Die Ergotherapie zählt zu den Heilmitteln der Medizin neben Krankengymnastik, Massage, Bäder usw. Menschen, die motorische Einschränkungen aufgrund einer Krankheit oder Behinderung haben, können durch ergotherapeutische Übungen viel erreichen. Ziel der Behandlung durch einen Ergotherapeuten ist es, dass der Patient im Alltag wieder selbstständiger wird und die jetzigen motorischen Fähigkeiten beibehalten oder verbessert werden können.
Ein Ergotherapeut arbeitet auf Anweisung bzw. Verordnung (Rezept) eines Arztes. Bestandteil einer ergotherapeutischen Behandlung ist auch das Gespräch mit dem Patienten über dessen psychische oder körperliche Erkrankung, die ihn in der alltäglichen Selbstständigkeit einschränkt. Ergotherapie wird beispielsweise Patienten verordnet, die nach einem Schlaganfall eine Halbseitenlähmung oder auch aufgrund anderer Krankheiten eine teilweise Lähmung haben. Auch geistig oder körperlich behinderte Kinder erhalten häufig ergotherapeutische Behandlungen. Patienten, die eine schwere Operation hinter sich haben, können ebenfalls Ergotherapie benötigen, wenn dadurch ihre Beweglichkeit eingeschränkt ist. Nachdem der Ergotherapeut ausführlich mit dem Patienten gesprochen hat, erstellt er einen Therapieplan.
Während der ergotherapeutischen Behandlung üben die Patienten alltägliche Dinge wie Essen, sich waschen, kämmen, anziehen, schreiben, telefonieren und sich außerhalb der eigenen Wohnung zurechtzufinden. Patienten, die eine Prothese tragen müssen, im Rollstuhl sitzen oder an einem Rollator gehen, werden auch hier im Alltag von einem Ergotherapeuten unterstützt und lernen, mit dem jeweiligen Hilfsmittel zurechtzukommen.
Ein Ergotherapeut hilft den Patienten auch, den durch die Krankheit möglicherweise veränderten Tagesablauf neu zu gestalten. Patienten, die noch im Arbeitsleben stehen können, erhalten von ihrem Therapeuten Hilfe zur evtl. nötigen Umgestaltung ihres Arbeitsplatzes. Auch zur Hausarbeit kann ein Ergotherapeut nützliche Tipps geben, wenn der Patient aufgrund seiner Erkrankung die Tätigkeiten nicht mehr so verrichten kann wie früher.
Eine ergotherapeutische Behandlung ist meist langfristig ausgelegt. Auch die Angehörigen werden in die Therapie mit einbezogen.
Um die Beweglichkeit der Finger wieder zu trainieren, werden z.B. Bälle verwendet. Der Patient trainiert damit und versucht den Ball zu nehmen und zu halten sowie ihn dann in der Hand kreisen zu lassen. Ergotherapeuten verwenden während ihrer Behandlung auch Sportgeräte wie z.B. ein Trampolin, lassen die Patienten malen oder zur Musik bewegen.
Der Beruf des Ergotherapeuten ist äußerst vielseitig und hat mit Patienten aller Altersschichten zu tun. Viele Ergotherapeuten arbeiten in der eigenen Praxis oder sind in einer großen ergotherapeutischen Praxis angestellt. Auch in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken sowie in Alten- und Pflegeheimen, in der Tagespflege oder in Förderschulen und integrativen Kindergärten (Kindergärten mit gesunden und körperlich und/oder geistig behinderten Kindern) sind Ergotherapeuten tätig.
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07.02.11 | |
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19.10.10 | |
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28.04.10 | |
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