29. Dezember 2007
Von R. Bachmann
Ein Anästhesist ist ein fertig ausgebildeter Arzt der sich in einer fünfjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie mit einer Facharztprüfung qualifiziert hat, im Volksmund nennt man diese Ärzte auch Narkosearzt. Außer der Anästhesiologie beinhaltet das Fach auch die Intensivmedizin, die Notfallmedizin, die Schmerztherapie und teilweise auch die Palliativmedizin.

Nachdem ein Anästhesist seine Facharztprüfung abgelegt hat, kann er noch zwei einjährige, zusätzliche Weiterbildungen in spezieller Intensivtherapie und in chronischer Schmerztherapie absolvieren. Anästhesisten arbeiten entweder in Kliniken in den Fachabteilungen für Anästhesiologie oder bzw. und Intensivmedizin oder sie arbeiten ambulant, teilweise auch in eigenen Praxen niedergelassen. Selbstständige Anästhesisten sind entweder mobil tätig, d.h. sie betreuen ambulante OP's oder sie haben eine eigene Tagesklinik, in der Chirurgen verschiedener Disziplinen ambulant operieren. Manchmal lassen sich Anästhesisten auch mit einer Schmerzambulanz nieder.
In der Klinik besteht die Tätigkeit des Anästhesisten in der Vorbereitung und Durchführung von Narkosen und Lokalanästhesiemaßnahmen, dies bedeutet ganz schlicht und einfach ausgedrückt sie sind dafür zuständig, dass der Patient während der Operation absolut keine Schmerzen verspürt und gleichzeitig die Funktion seiner Organe problemlos weiter funktioniert. Weiterhin sind sie zuständig für die postoperative Überwachung und Betreuung der Patienten im Aufwachraum und auf der Intensivstation. In den meisten Kliniken ist der Aufwachraum der Intensivabteilung zugeteilt, für die auch wiederum die Anästhesisten zuständig sind. Hier sind sie unter anderem auch für die postoperative Schmerztherapie verantwortlich. Wenn die Klinik über einen eigenen Notarztstandort verfügt sind normalerweise auch die Anästhesisten die dafür zuständigen Ärzte.
Innerhalb der Klinik sind die Anästhesisten in der Regel auch für die hausinternen Notfälle zuständig. D.h., dass sie über eine Hausrufanlage oder über Piepser zu akuten Notfällen, z.B. Reanimationen im Haus abgerufen werden.
In der Palliativmedizin sind Anästhesisten auch die Ansprechpartner, vor allem wenn es um chronische Schmerztherapie geht, was ein wesentlicher Teil der Palliativmedizin ist.
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