17. Dezember 2004
Von Sunny
In letzter Zeit werden in den Medien immer wieder Alkohol und Gesundheit in Zusammenhang gestellt. Aber was ist dran? Schützt uns das Gläschen Wein am Abend wirklich vor Herzinfarkt und Schlaganfall?
Tatsächlich kann ein geringer bis moderater Alkoholkonsum von täglich 10-25 g, entsprechend 1/8 l bis 1/4 l Wein, unter Umständen einen günstigen Effekt auf das Herz-Kreislauf-Risiko haben. Allerdings können nur bestimmte Individuen von dieser protektiven Wirkung profitieren; keinesfalls sollten diese Feststellungen als Freifahrtsbrief für ungehemmten Alkoholgenuss genutzt werden.
Junge Konsumenten können ihr Herz-Kreislauf-Risiko durch den Alkoholgenuss kaum beeinflussen, ab dem mittleren Erwachsenenalter (ab 50 Jahre) ist eine Reduktion des Risikos bei ein bis zwei Drinks (Frauen etwa 15 g; Männer 30 g Alkohol) täglich möglich. Voraussetzung für diese Wirkung ist jedoch der Ausschluss anderer Krankheitsrisiken, wie z.B. Rauchen, eine genetische Prädisposition zur Abhängigkeit, das Vorliegen einer Lebererkrankung u.a. Auch ist noch nicht genau gesichert, ob die protektive Wirkung von dem Getränketyp abhängt, neueste Untersuchungen deuten allerdings darauf hin, dass die Risikoverminderung grundsätzlich durch den Alkohol bedingt ist.
Es gibt also keinen medizinischen Grund bei Abstinenz regelmäßigen Alkoholkonsum aufzunehmen, denn andere Gesundheitsrisiken, wie z.B. das Unfallsrisiko können schon bei geringen Mengen Alkohol zunehmen. Letztlich ist gegen ein gelegentliches Gläschen Wein nichts einzuwenden, doch gilt hier das Gleiche wie für so viele Genussmittel: Bitte in Maßen!
Den Text finde ich eigentlich ganz gut, da er ungefähr verdeutlicht in welchen Maßen Alkohol schädlich ist und auch zeigt, dass es für jünger...
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