15. Januar 2005
Alkohol macht müde, aber ein Glas Sekt belebt. Ein Widerspruch?
"Schaumwein nimmt wegen seiner Kombination von wenig Alkohol und reichlich Kohlensäure unter den alkoholischen Getränken eine Sonderstellung ein", schreibt Dr. med. Stephan Rosenkranz, Internist von der Universitätsklinik Köln in der Apothekenzeitschrift "Senioren Ratgeber".
In geringer Konzentration steigert Alkohol den Blutdruck und regt den Kreislauf an. Zusätzlich bewirkt der hohe Gehalt an Kohlensäure, dass die Gefäße im Gehirn sich etwas weiten und dass das Blut deshalb besser fließt. Beide Wirkungen sind für den bekannten belebenden Effekt verantwortlich. Er ist aber nur von kurzer Dauer und "äußerst dosisabhängig": Nach mehr als einem Glas schlägt das Prickeln ins Gegenteil um. Denn größere Mengen Alkohol weiten die Gefäße, senken den Blutdruck und machen müde.
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