Zuckerhaltige Säfte können zu Herzerkrankungen führen

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  • von Andreas Hadel

Ein Saft ist nicht immer eine gesunde Wahl. Vor allem dann nicht, wenn man Saft täglich trinkt. Die in Saft und anderen obst- und gemüsehaltigen Getränken enthaltenen fruchteigenen Zucker können bei zu starkem Verzehr vor allem bei Jugendlichen zu gesundheitlichen Schäden führen.

Junge Frau trinkt O-Saft

Ohne Zweifel ist der Verzehr von Obst und Gemüse gesund. Vorsicht ist allerdings dann angesagt, wenn das Obst und Gemüse nicht in Reinform verzehrt werden, sondern in Form von Säften, Joghurt oder Milchmixgetränken.

Selten kann bei der Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse auf den Zusatz von Zucker verzichtet werden und so werden schnell aus vermeintlich gesunden Lebensmitteln kalorienhaltige.

Säfte für Heranwachsende?

Für Heranwachsende kann selbst der übermäßige Verzehr an Obst und Gemüse zu einer Herz-Kreislauferkrankung und einem erhöhten Risiko führen an Diabetes zu erkranken.

Neben dem obst- und fruchteigenen Zucker sind es auch die in den weiterverarbeiteten Lebensmitteln zugesetzten Anteile an Süßungsmitteln, die dem Lebensmittelgesetz nach im Prozess der Lebensmittelverarbeitung erlaubt sind.

Eine Studie, an der 500 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren teilnahmen, brachte hervor, dass die Jugendlichen nach dem Verzehr von Frucht- und Gemüsesäften einen erhöhten Blutdruck und einen erhöhten Blutzuckerspiegel aufwiesen. Beides Faktoren, die Entzündungen den Weg ebnen können. Herz- und Gefäßerkrankungen können dann die Folge sein.

Damit Kinder sich durch Unwissenheit der Erwachsenen nicht selbst Schaden zu führen und das obwohl sie eigentlich gesunde Lebensmittel verzehren, ist es besonders wichtig, dass sich die Eltern mehr mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen.

Möglichst ausgewogen und zuckerarm

Wie die Studie zeigt, genügt es nicht, dem Volksmund nach Obst und Gemüse zu essen. Das Augenmerk sollte auf einem gesunden Gleichgewicht in der Ernährung liegen.

Hochwertige Lebensmittel und regelmäßige sowie angemessene Portionen sind der Maßstab für das gesunde Auswachsen eines Kindes. Lernen Sie daher bewusster mit den Lebensmitteln umzugehen und die Mengen an Fruktose und Saccharose, der Zucker, der üblicherweise als Haushaltszucker verwendet wird, im Blick zu haben.

Fruktose wird vom menschlichen Stoffwechsel anders als andere Zuckerarten behandelt. Beim Stoffwechselprozess entstehen einige Nebenprodukte, die in zu großen Mengen für den menschlichen Körper schädlich sein können. Unklar ist geblieben, ob es sich bei Fruktose um einen Stoff handelt, der bei jugendlichen Körpern ein latentes Suchtverhalten auslösen kann.

Kindern gesunde Ernährung erklären

Um die Ernährung nicht nur als Ihre Angelegenheit zu belassen, suchen Sie ein Gespräch mit Ihrem Kind. Reden Sie während des Essens oder wenn Ihr Kind zum Kühlschrank geht oder Sie gemeinsam beim Einkaufen sind darüber, was in den einzelnen Lebensmitteln enthalten ist und erarbeiten Sie sich in angenehmer Gesprächsform einen Überblick über die Lebensmittel.

Auf diese Weise sind Sie mit Ihrem Kind im Gespräch und Ihr Kind lernt mit der Zeit eigenverantwortlich über das zu entscheiden, was es isst.

Sie bringen Ihrem Kind bei, welche Konsequenzen welche Lebensmittel in welchen Mengen zu sich genommen haben und wie sich das auf den Körper des Kindes auswirken kann.

Natürlich wird sich Ihr Kind nicht immer an die Regeln halten können und das soll es auch nicht. Ein Kind ist ein Kind und das soll es auch bleiben. Vor allem im Zusammensein mit anderen Kindern oder wenn die Stimmung lustig und unbeschwert ist, kann es eher passieren, dass ungesunde Lebensmittel verzehrt werden.

Solange es nicht jeden Tag zu solchen Szenen kommt, brauchen Sie sich keine Gedanken um die Gesundheit Ihres Kindes machen. Sie können Ihr Kind in der Ernährung unterstützen, wenn Sie für einen gewissen Zeitraum kaum fruktose- oder saccharosehaltige Lebensmittel in der Wohnung haben.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Close up look on a pretty girl drinking orange juice © Marin Conic - www.fotolia.de

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