13. Oktober 2010
Seit geraumer Zeit wird auch in Deutschland debattiert, ob Mineralwasser angesichts des stets verfügbaren Leitungswassers nicht schlicht überflüssig sei. Dabei führen Mineralwasserbefürworter auch oftmals das Argument ins Feld, nach welchem dieses gesünder als Leitungswasser sein soll. Doch stimmt diese Behauptung überhaupt und falls ja, inwiefern machen sich die Vorteile von Mineralwasser bemerkbar?
Um einen Unterschied bezüglich der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit aufzeigen zu können, muss sich zunächst der primäre Unterschied zwischen Mineral- und Leitungswasser bewusst gemacht werden. Wie der Name bereits andeutet, ist Mineralwasser mit einer weitaus höheren Konzentration an Mineralien versetzt. Daneben enthält dieses zumeist auch Kohlensäure, welche sich ebenso auf die Gesundheit auswirken kann. Doch profitiert ein Mensch überhaupt von diesen Eigenschaften?
Wissenschaftliche Studien lassen den Schluss zu, dass es bei gesunden Menschen in der Regel keinen Unterschied macht, ob Mineral- oder Leitungswasser getrunken wird. So werden die vom Körper benötigten Mineralien bereits durch die Nährstoffe gedeckt, welche bei einer gesunden Ernährung durch feste Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die oftmals enthaltene Kohlensäure fördert zudem ein Völlegefühl, sodass der Durst gestillt sein kann, bevor es überhaupt zu einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme gekommen ist. Mineralwassertrinker neigen deshalb eher zu einem kritischen Trinkverhalten, welches durch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr gekennzeichnet ist.
Allerdings existieren auch Fälle, in welchen sich die hohen Mineralstoffgehalte des Mineralwassers als essentieller Vorteil erweisen. So können zum einen Ausdauersportler von diesem Getränk profitieren. Die ausgeschwitzten hohen Mengen an Mineralien können dank dieses Getränks schneller im Körper ersetzt werden. Daneben existieren noch einige Krankheiten, welche die Aufnahme bestimmter Nährstoffe unmöglich machen und somit Mangelerscheinungen bezüglich des Mineralhaushalts auslösen. Diesen ist beispielsweise die Milchzuckerunverträglichkeit zuzuordnen. Im Falle einer solchen Erkrankung wird unter anderem zu wenig Calcium aufgenommen. Eben diesem Mangel kann aber mit dem täglichen Konsum von Mineralwasser vorgebeugt werden.
Insgesamt lohnt sich der bewusste Mineralwasserkonsum aus gesundheitlicher Sicht nur für die bereits genannten Personengruppen. Ansonsten macht das Trinken von Mineralwasser wohl nur dann Sinn, wenn es einem schlicht besser schmeckt.
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31.01.12 | |
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20.10.11 | |
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Del Montego testet in seinem Buch die Mineralwasser vor allem im Hinblick auf ihre Kombinierbarkeit mit Wein.